Der Eurovision Song Contest 2026 nimmt in Wien Fahrt auf: Montag (30. März) hat nun der ORF offiziell die Wiener Stadthalle übernommen. Mit dem symbolischen Durchschneiden des "ESC-Bandes" fiel um 8 Uhr der Startschuss für den Umbau zur Hauptlocation des 70. Song Contests.
Schon kurz davor war einiges los: Das Akkreditierungscenter öffnete um 7.30 Uhr, erste Medienvertreter, Produktionsteams und Mitglieder des Core-Teams trafen ein. Direkt nach der Übergabe rollten auch die ersten Lkw mit Equipment an – der Beginn einer gewaltigen Aufbauphase.
Denn die Dimensionen sind enorm: In den kommenden Wochen werden hunderte Transportfahrzeuge rund 3.500 Tonnen Material liefern. Insgesamt 35 internationale Firmen sind beteiligt, teils im Schichtbetrieb rund um die Uhr. Für die Show kommen unter anderem 27 Kameras und 8.500 LED-Scheinwerfer zum Einsatz.
Für ORF-Executive-Producer Michael Krön ist der Start ein wichtiger Schritt: "Wir haben uns monatelang auf diesen heutigen Tag gefreut. Er ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum größten Musikevent der Welt. Von hier aus wollen wir Millionen Menschen begeistern." Entscheidend sei nun das Zusammenspiel aller Beteiligten.
Auch Stadthallen-Geschäftsführer Thomas Waldner zeigt sich stolz über das Großprojekt: "Es erfüllt uns mit Stolz, unsere Arena für den Eurovision Song Contest 2026 und für ein Fest der Vielfalt, der Emotionen und der verbindenden Kraft der Musik zu öffnen." Man schaffe hier die Bühne für ein Event, das "weit über Wien hinausstrahlen wird."
Zunächst wird die große Halle D zur ESC-Bühne umgebaut, danach folgen schrittweise die weiteren Hallen. Parallel dazu läuft teilweise noch der reguläre Veranstaltungsbetrieb weiter – etwa mit Shows wie "Jesus Christ Superstar in Concert" oder "Dirty Dancing in Concert".
Der Zeitplan ist straff: In den nächsten Tagen geht der technische Aufbau weiter, Mitte April ist die Eröffnung der Bühne geplant. Ende April folgt ein umfassender Sicherheits-Lockdown – dann gelten strenge Kontrollen wie am Flughafen.
Anfang Mai reisen schließlich die Delegationen mit ihren Künstlerinnen und Künstlern an. Insgesamt stehen neun Shows mit Publikum sowie die drei großen TV-Events auf dem Programm: die beiden Halbfinale am 12. und 14. Mai und das große Finale am 16. Mai.