ORF-Boss Wrabetz: "Keine Zahlschranke für Ski-Fans"

Alexander Wrabetz über die Ski-Rechte. Im Hintergrund Vincent Kriechmayr bei einer Ski-Rechtskurve.
Alexander Wrabetz über die Ski-Rechte. Im Hintergrund Vincent Kriechmayr bei einer Ski-Rechtskurve.Bild: GEPA-pictures.com, Sabine Hertel
Der ORF sichert sich langfristig die Rechte an Wintersport-Highlights. Boss Wrabetz legt das als Sieg gegen Pay-TV-Mitbewerber aus.
Am Mittwoch, drei Tage vor dem Weltcup-Start in Sölden, kämpfen die TV-Sender um die Aufmerksamkeit der Ski-Fans. In Österreich gibt es nicht nur einen Weg, die Ski-Rennen im Fernsehen oder via Stream zu verfolgen.

Streamingdienst DAZN machte am Vormittag mittels Aussendung noch einmal deutlich, was schon länger bekannt ist. Durch die Kooperation mit Eurosport werden für österreichische Kunden die beiden Hauptkanäle des Senders im normalen Interface des "Netflix des Sports" integriert. Heißt: Wer ein DAZN-Abo hat, kann alles sehen, was Eurosport auf diesen Kanälen überträgt. Auch Ski alpin, die Vierschanzentournee, den Biathlon-Weltcup.

Der ORF schoss am frühen Nachmittag mit einer eigenen Aussendung nach. Deren Titel: "Alpiner und nordischer Wintersport bis 2026 im ORF".

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Ski bleibt im Free-TV



Auch in den kommenden Wintern wird der Ski-Sport also wie gewohnt auf dem "Einser" zu sehen sein. Für GIS-Zahler gratis. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wird in der Aussendung zitiert: "Keine Bezahlschranke für die Ski-Fans."

In der Aussendung taucht die Jahreszahl 2026 nach der Erwähnung im Titel nie wieder auf. Die Rechte am Ski-Weltcup hält der ORF wohl "nur" bis 2022. "Bis 2026" bezieht sich wohl auf die Rechte der Weltmeisterschaften (alpin und nordisch) 2023 und 2025.

Im Original klingt das wie folgt:



Gute Nachricht für alle Wintersportfans in Österreich: Der ORF hat sich von der internationalen Sportevent-, Medien- und Marketingagentur Infront Sport & Media AG nach sehr intensiven Verhandlungen für die kommenden Jahre die wichtigsten Wintersport-Rechte gesichert. Diese beinhalten u. a. die überwiegende Mehrzahl an alpinen und nordischen Ski-FIS-Weltcup-Bewerben (inklusive Snowboard) im Ausland und die FIS-Ski-WM-Events (alpin und nordisch) 2023 und 2025.

Die Rechte an den entsprechenden Wintersport-Bewerben in Österreich und der Schweiz hält der ORF bis 2022.

Für ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz "ist dies ein richtungsweisender Sportrechteerwerb, der den zahlreichen ORF-Wintersportfans ihren TV-Lieblingssport auch in den kommenden Jahren live und ohne Bezahlschranken sichert. Der Ruf des ORF als einer der weltweit führenden Wintersportsender hat diesen Erfolg letztlich möglich gemacht, von dem das Publikum und der ORF in den kommenden Jahren gleichermaßen profitieren werden. Mein Dank geht an das ORF-Verhandlungsteam rund um TV-Sportchef Hans Peter Trost und Sportrechteexperten Martin Szerencsi."

ORF-TV-Sportchef Hans Peter Trost: "Die in offenen und stets fairen Verhandlungen erzielte Einigung mit Infront gewährleistet die Fortführung der beim Publikum geschätzten ORF-Sportberichterstattung, vor allem im Wintersport. Das ist bemerkenswert und auch für den heimischen Sport sehr erfreulich – im internationalen Trend müssen aktuell Live-Sport-Programme bei öffentlich-rechtlichen Sendern massiv reduziert werden."

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