Im ORF ritterten zahlreiche Bewerber um die Posten der 13 Direktoren, nun ist die Schlacht geschlagen. Grünes Licht muss schlussendlich der Stiftungsrat am Dienstag in einer Woche geben. Aufgrund der nun bekannt gewordenen Namen, ist Streit vorprogrammiert.
Von den 13 Direktoren kommen vier direkt am Küniglberg zum Einsatz. Laut einem Bericht der "Krone" wird Angelika Simma-Wallinger künftig die Geschicke im Bereich "Audience und Plattformen" leiten. Die Tirolerin war bereits Chefredakteurin im ORF Vorarlberg und galt als Favoritin für den Posten. Der einzige aus dem alten Team, der bleiben darf, ist Harald Kräuter. Er wird weiterhin für "Technologie und Innovation" zuständig sein.
Brisanter wird es beim Posten "Finanzen und Verwaltung". Hier fiel die Entscheidung erst am Montag auf Silvia Lieb. Bis 2024 war die studierte Betriebswirtin Vorstandsvorsitzende der Moser Holding. Michael Krön – er ist "Chefproducer Fernsehen" im ORF – wird für "Programm und Brands" Verantwortung übernehmen. Krön managte bereits den Song Contest für den Sender.
Bei den Landesdirektoren kommt es lediglich in der Steiermark, in Kärnten, in Salzburg und in Vorarlberg zu Wechseln an der Spitze. Hier sind die meisten davon jedoch pensionsbedingter Natur. Im Ländle gibt es mit Julia Ortner die größte Überraschung. Sie ist aktuell für orf.at zuständig. In der Steiermark übernimmt Sigrid Hroch, in Kärnten Martin Weberhofer und in Salzburg Gerd Schneider.
Enttäuscht dürfte wohl Lisa Totzauer sein. Sie kandidierte bereits für Pigs Posten. Laut dem Redakteursrat hätte sie die Stelle auch bekommen. Nun ging Totzauer erneut leer aus. Für Aufregung im Stiftungsrat dürfte auch sorgen, dass Kathrin Zierhut-Kunz keinen Posten bekam.
Sie soll der FPÖ nahestehen. Eine Reaktion von dem blauen Stiftungsrat Peter Westenthaler dürfte also nicht ausbleiben.