41 Grad: Dieser Allzeit-Temperaturrekord für Österreich wurde am Dienstag an der Messstelle in Wien-Stammersdorf aufgestellt. Und es ist nicht gesagt, dass der nicht schon bald wieder fällt.
Denn zumindest am Mittwoch soll es laut Meteorologen noch einmal extrem heiß werden. Auch politisch geht es beim Thema Hitze heiß her. Die grüne Parteichefin Leonore Gewessler forderte Dienstagmittag einen "Hitzegipfel".
Sie übte scharfe Kritik an der Bundesregierung, speziell an Bundeskanzler Christian Stocker und dem auch für Wasser zuständigen Umweltminister Norbert Totschnig (beide ÖVP). "Sie lassen die Menschen in der größten Hitzekrise im Stich."
Ziel dieses Hitzegipfels soll laut Gewessler ein "Sofortmaßnahmenplan" sein. Der müsse mehr Schutz für besonders gefährdete Menschen, rasche Maßnahmen gegen die Hitzebelastung in Städten und Gemeinden sowie eine Strategie beinhalten, "damit Österreich nicht jedes Jahr wieder völlig unvorbereitet in die nächste Hitzewelle stolpert", so die Grünen-Chefin.
Wenig später meldete sich dann der kritisierte Bundeskanzler Stocker höchstpersönlich mit einem schriftlichen Statement: "Die aktuelle Hitzewelle ist auch bei meinen Gesprächen in den Bundesländern ein Thema. Sie stellt für die Menschen eine große Belastung dar und wirkt sich auf zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens aus", hieß es darin.
Daher sei es notwendig, die Entwicklung "weiter genau zu beobachten. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Wasser- und Energieversorgung, dem Gesundheitssystem und der Landwirtschaft. Als Bundesregierung sind wir mit den besonders betroffenen Bereichen in enger Abstimmung."
Und Stocker weiter: "Das im Bundeskanzleramt angesiedelte Krisensicherheitsbüro hat bereits im Jänner und April vorausschauend ein umfassendes Lagebild zum Thema Hitze erstellt und eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet." Die werde am kommenden Donnerstag erneut zusammenkommen, kündigte der Kanzler an.