Nach den zuletzt wechselhaften Tagen steht Europa vor einer markanten Wetteränderung. Schon ab Dienstag steigen die Temperaturen von Tag zu Tag an, zum Monatsende dürfte die nächste Hitzewelle ihren Höhepunkt erreichen.
"Ein mächtiges Blockadehoch baut sich über Mitteleuropa auf. Das saugt glühend heiße Luft aus Südwesten heran – dieselbe Hitzeglocke, die aktuell über Spanien und Frankreich steht. Der Motor für die nächste große Hitzewelle läuft an", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung zu BILD.
Zum Wochenbeginn zeigt sich das Wetter noch von seiner angenehmen Seite. Sonne und Wolken wechseln einander ab, Regen oder Gewitter sind vorerst nicht in Sicht. Doch diese Phase dauert nicht lange.
Meteorologen rechnen damit, dass sich ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa festsetzt. Dadurch strömen zunehmend heiße Luftmassen aus Südwesteuropa zu uns und sorgen für einen deutlichen Temperaturanstieg.
"Im Süden und Südwesten können die Temperaturen am Mittwoch und Donnerstag bereits das erste Mal auf 40 bis 42 Grad klettern", warnt Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber der deutschen Boulevardzeitung.
Mit der Hitze wächst allerdings auch die Gefahr kräftiger Gewitter. Wann die Wetterlage wieder kippt, ist derzeit noch offen. Entscheidend wird sein, wann sich das nächste Tiefdruckgebiet durchsetzen kann.
Experten raten deshalb, sich rechtzeitig auf die heißen Tage einzustellen. Vor allem in den kühleren Morgen- und Abendstunden sollte gelüftet werden, während tagsüber Fenster und Rollläden möglichst geschlossen bleiben.
Außerdem gilt: ausreichend trinken, die Mittagshitze meiden und körperlich anstrengende Tätigkeiten möglichst in die frühen Morgenstunden verlegen. Besondere Vorsicht ist bei älteren Menschen, Kleinkindern und Haustieren geboten. Wegen der zunehmenden Trockenheit wird zudem vor offenem Feuer und achtlos weggeworfenen Zigaretten gewarnt.
Am Montag ziehen im Wald- und Mostviertel weitere Regenschauer durch, vereinzelt sind auch Blitz und Donner dabei. Im Osten scheint zeitweise die Sonne, im Tagesverlauf muss aber auch hier mit lokalen Schauern gerechnet werden. Der Wind weht lebhaft bis kräftig, am Alpenostrand auch stürmisch aus West bis Nordwest. Von West nach Ost liegen die Höchstwerte zwischen 22 und 29 Grad.
Der Dienstag beginnt vor allem im Bergland mit einigen Restwolken, aber meist trocken. Am Vormittag setzt sich rasch die Sonne durch, in der Folge bilden sich einige Quellwolken. Diese bleiben jedoch harmlos. Der Wind weht vor allem im Osten noch mäßig aus Nordwest und mit 27 bis 32 Grad wird es hochsommerlich warm.
Am Mittwoch scheint verbreitet die Sonne, über dem Berg- und Hügelland bilden sich Quellwolken. Am Nachmittag ist über den Voralpen ein isoliertes Hitzegewitter nicht ganz auszuschließen, meist bleibt es jedoch trocken. Der Wind dreht auf Südost, weht aber maximal mäßig und 31 bis 36 Grad nimmt eine weitere markante Hitzewelle ihren Anfang.
Der Donnerstag präsentiert sich von seiner sonnigen und ausgesprochen heißen Seite, über den Voralpen bilden sich tagsüber Quellwolken. Die Schauer- und Gewitterneigung ist aber auch dort sehr gering. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus südlichen Richtungen klettern die Temperaturen auf schweißtreibende 33 bis 38 Grad.