Drei Minuten lang schien der WM-Traum geplatzt zu sein. Trotz zweimaliger Führung geriet Österreich im Gruppenfinale gegen Algerien in der Nachspielzeit in Rückstand – das 2:3 hätte das dramatische Aus bedeutet.
Apropos Drama: Mit der letzten Aktion des Spiels leitete Michael Gregoritsch im Strafraum einen langen Ball zurück zum frisch eingewechselten Sasa Kalajdzic. Die erste Ballberührung des "Jokers"? Die wichtigste seiner Karriere.
Der LASK-Doublesieger köpfte zum 3:3 ein und erlöste Österreich in der 96. Spielminute. Der Jubel über den Sechzehntelfinal-Einzug gegen Spanien (Donnerstag, 21 Uhr) war schier grenzenlos.
Da brachen selbst bei ÖFB-Ikone Andreas Herzog alle Dämme. Der ORF-Experte hatte seine Co-Kommentatorenposition für die Analyse verlassen und die letzten Momente des Matches am Spielfeldrand verfolgt. So war er an der Eckfahne hautnah am Geschehen, als die Jubeltraube rund um Kalajdzic immer näher kam.
Und Herzog? Der Ex-Kicker ließ sich mitreißen und schloss sich laut schreiend den jubelnden Österreichern an. Die Bilder haben Kultpotenzial.