ÖSV-Cheftrainer geht

ORF-Expertin zu Assinger-Aus: "Dann lasse ich es"

Die Weltcup-Saison geht auf die Zielgerade. Im kommenden Winter wird es einen neuen ÖSV-Frauen-Cheftrainer geben. Nun spricht Nicole Schmidhofer.
Sport Heute
21.03.2026, 14:18
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Das kam völlig überraschend. Roland Assinger tritt nach dem Saisonende als Cheftrainer der ÖSV-Läuferinnen ab. Das machte Österreichs Skiverband öffentlich. Der 52-jährige Kärntner entschied sich dazu, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Österreichs Skiverband hatte dem Bruder von "Millionenshow"-Moderator Armin Assinger einen neuen Vertrag über zwei Jahre angeboten, der Kärntner lehnte ab.

"Ich war überrascht und doch nicht. Ich habe ihn gefragt, ob der Vertrag ausläuft. Er hat mir gesagt, dass er ausläuft und er ihn nicht verlängern will. Ich kann es nachvollziehen", erzählte ORF-Expertin Nicole Schmidhofer am Samstag nach der letzten Weltcup-Abfahrt der Frauen im norwegischen Kvitfjell.

Schmidhofer versteht Assinger-Entscheidung

Und erklärte auch, warum: "Wenn man nicht so arbeiten kann, wie man möchte, weil sofort eine Resonanz kommt, viel negativ aufgenommen wird, was nicht negativ gemeint ist, dann lasse ich es." Die Ex-ÖSV-Läuferin bezog sich damit auf Kritik, die vor rund einem Jahr aufgekommen war. Einige Athletinnen, darunter auch die zurückgetretene Super-G-Weltmeisterin Stephanie Venier, hatten den teils harschen Umgangston des Cheftrainers kritisiert.

"Man muss sich vielleicht etwas Neues suchen, wo man glänzen kann und einen Schritt vorwärts machen kann", fügte Schmidhofer an, zog einen Vergleich: "Wenn zu mir jemand sagen würde, ich muss ab jetzt Hochdeutsch sprechen, dann wird keiner mit mir eine Freude haben und ich auch nicht, weil das nicht authentisch ist."

"Wenn ich mir als Trainer überlegen muss, was ich sagen darf, wie ich es schön verpacken kann, dass es gut ankommt, dann wird es schwierig, weil man nicht die Emotion rüberbringt", meinte Schmidhofer weiter. Assinger, mit dem die Steirerin in dessen erster ÖSV-Periode zusammengearbeitet hatte, "liebt den Skisport, er hat viel erreicht, hat aus uns Kugelgewinnerinnen, Medaillengewinnerinnen, Weltmeisterinnen gemacht. Er hat einen guten Zugang", lobte die Super-G-Weltmeisterin von 2017 ihren Ex-Trainer.

"Er hat für uns gepasst, vielleicht passt er für die jetzigen Läuferinnen nicht mehr. Und dann ist es die komplett richtige Entscheidung, nicht weiterzumachen und woanders den Input zu bringen, den er geben kann", schloss Schmidhofer

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