ORF belächelte WAC-Fans, Presse-Mann übt "Rache"

Mitgereiste WAC-Fans im Borussia-Park
Mitgereiste WAC-Fans im Borussia-ParkBild: imago sportfotodienst
Ein ORF-Beitrag über die WAC-Fanszene sorgte für Aufregung. Der Pressesprecher des Klubs richtet sich nach dem Triumph direkt an den Reporter.

Anfang dieser Woche herrschte in Wolfsberg Aufregung. Im Magazin 1 wurde auf ORF eins ein Beitrag über den lokalen Bundesligisten und seine Fans ausgestrahlt. Das Ergebnis: die überschaubare Fanszene wird darin von Reporter Peter Wälter in "Wälters Welten" ins Lächerliche gezogen. Der bekennende BVB-Fan vergleicht die Wolfsberger im Beitrag mit der Gelben Wand in Dortmund.

Beim WAC brodelte es in Folge dessen. Pressechef Daniel Roßmann warf dem ORF-Reporter auf Twitter über seinen privaten Account vor, er habe bei der Dreh-Anfrage irreführende Aussagen getätigt. "Rosi Rosinger", unter diesem Pseudonym hat der Wolfberger eine beachtliche Gefolgschaft von rund 7.300 Personen, nahm die im Beitrag gezeigten Personen in Schutz und lobte ihren Einsatz für den Verein.

Es folgte eine magische Donnerstagnacht in Deutschland. Der WAC schoss zum Europa-League-Auftakt den Bundesliga-Großklub Borussia Mönchengladbach mit 4:0 aus dessen eigenen Stadion.

Fans und die Presse schießen sich auf die Truppe von Ex-Bullen-Trainer Marco Rose ein, wie man gegen den Underdog aus Österreich derart zerfallen konnte. Fans der deutschen Liga-Rivalen gratulieren den Kärntnern belustigt. Fußball-Österreich steht nach den vorangegangenen Siegen von Salzburg (6:2 gegen Genk) und dem LASK (1:0 gegen Rosenborg) endgültig Kopf.

"Rosi-Rache" am ORF



Und "Rosi Rosinger"? Der twitterte gewohnt emotional aus dem Stadion und konnte sich nach dem Abpfiff einen Seitenhieb nicht verkneifen. "Das geht raus an Peter Wälter vom ORF", schrieb er, teilte ein Bild mit dem Endstand und fügte einen Händeschüttel-Emoji an.

Die Twitter-Spitze hätten die WAC-Fans wohlgemerkt nicht gebraucht. Die rund 200 mitgereisten Anhänger waren laut und deutlich zu hören, als ihre Mannschaft den Borussia-Park erst verstummen ließ, dann förmlich leerspielte.

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