Mit seinem emotionalen Kommentar beim dramatischen 3:3 Österreichs gegen Algerien schrieb ORF-Reporter Daniel Warmuth bei der Weltmeisterschaft TV-Geschichte. Nun muss der Journalist jedoch einen schweren persönlichen Schicksalsschlag verkraften.
Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, ist Warmuth derzeit nicht im ORF im Einsatz, nachdem sein Vater Günter vor wenigen Tagen völlig unerwartet verstorben ist.
Der Kärntner hatte mit seinen emotionalen Worten beim Last-Minute-Ausgleich von Sasa Kalajdzic für Gänsehautmomente gesorgt. Sein langgezogenes "Bist du deppat" und der Ausruf "Kalajdzic, dieser Fuchs" wurden in den sozialen Medien tausendfach geteilt.
Rückblickend erklärte Warmuth, seine Reaktion sei völlig spontan gewesen: "Es ist einfach aus mir rausgekommen, so wie es wahrscheinlich jedem daheim gegangen ist, der nicht glauben konnte, was da in der Nachspielzeit passiert ist."
Umso größer war die Erleichterung, als Kalajdzic in letzter Sekunde doch noch zum 3:3 traf. "So eine Dramatik hast du wahrscheinlich nur einmal im Leben", sagte Warmuth.
Auf den emotionalen Höhepunkt folgte nun allerdings ein schwerer persönlicher Rückschlag. "Er war mein größter Fan, das ist gerade sehr, sehr hart für mich. Ich würde sofort auf die Erfahrung aus Kansas City verzichten, wenn er dafür noch da wäre."
Derzeit zieht sich der 38-Jährige aus dem ORF-Programm zurück. "Wir bereiten gerade das Begräbnis vor", erklärte Warmuth.