Manuel Ortlechner ist über seine Reservistenrolle im Frühjahr alles andere als glücklich. Der Austria-Kapitän ist sich noch unklar, ob er seine Karriere in Favoriten fortsetzen will.
Die Saison des Innenverteidigers hat zwei Gesichter. Im Herbst bestritt der 34-Jährige insgesamt 32 von 33 Pflichtspielen - und alle über die volle Distanz. Lediglich beim blamablen Cup-Aus gegen Kalsdorf stand der Kapitän nicht am Platz. Im Frühjahr kam er gleich bei vier von sieben Partien gar nicht zum Einsatz. Zwar durfte Ortlechner die beiden letzten Partien gegen ausgefallen ist.
"Es kann auch etwas Exotisches passieren"
Ortlechner ist mit dieser Situation nicht glücklich und will deshalb nach der Saison mit dem Verein ein Zukunftsgespräch führen. "Ich will noch ein oder zwei Jahre spielen, wenn es der Körper zulässt, weil mir nichts mehr Spaß macht als Fußball spielen", erklärte der Oberösterreicher gegenüber "Sky". "Jetzt muss man sich das im Sommer ansehen, ob meine Back-Up-Rolle, mit der ich mich überhaupt nicht abfinden kann, Zukunft hat. Ich habe zwar noch ein Jahr Vertrag bei der Austria, aber da muss man sich zusammensetzen und schauen, wie es über den Sommer hinaus aussieht."
Eine Treuebekenntnis sieht anders aus. Ortlechner spielt indirekt auf ein mögliches Auslandengagement zum Karriereausklang an. "Ich bin schon lange genug dabei, dass ich die ganzen Prozesse und Abläufe schon kenne. Wohin es mich führt müssen wir mal schauen. Es kann schon sein, dass die Karten hier neu gemischt werden. Wenn nicht, dann kann auch etwas Exotisches passieren", verriet der Austria-Kapitän.
Pfeffer: Ortlechner brachte zu wenig Leistung im Training
Austria-Legende Toni Pfeffer äußerte sich ebenfalls zur Causa Ortlechner: "Er ist nach der Champions League, die für ihn wirklich klasse war, ein bisschen in ein Loch gefallen, was für mich auch verständlich ist. Jetzt hat er sich selbst wieder herausgezogen, aber man hat auch gehört, dass er in dem ein oder anderen Training nicht 100 Prozent gegeben hat. Er muss jetzt schauen, dass er Leistung bringt, er kann es. Wenn man Kapitän einer Mannschaft ist und dann auf die Bank verbannt wird, ist das nicht zufriedenstellend."