Sport

Österreich rang Südkorea bei B-WM nieder

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:37

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft holte am Mittwoch den dritten Sieg bei der Eishockey-B-WM in Südkorea. Das verjüngte rot-weiß-rote Team mühte sich gegen den Gastgeber ab und rang die Koreaner nach einem 0:3-Rückstand im ersten Drittel mit 7:4 (5:4,0:0,2:0) nieder. Die Hoffnung auf den Wiederaufstieg ist voll intakt, am Donnerstag wartet Ungarn auf die Österreicher.

den dritten Sieg bei der Eishockey-B-WM in Südkorea. Das verjüngte rot-weiß-rote Team mühte sich gegen den Gastgeber ab und rang die Koreaner nach einem 0:3-Rückstand im ersten Drittel mit 7:4 (5:4,0:0,2:0) nieder. Die Hoffnung auf den Wiederaufstieg ist voll intakt, am Donnerstag wartet Ungarn auf die Österreicher.

Die Partie gegen den punktlosen Tabellenletzten entwickelte sich aber gänzlich anders als erwartet. Österreich hatte nach nur einer Minute zwar die Chance aufs 1:0, doch Dominique Heinrich nützte die Möglichkeit auf die frühe Führung nicht. Die Österreicher wurden dafür bestraft.

Österreich nach neun Minuten 0:3 zurück

Zweiminutenstrafen gegen Benjamin Petrik und Michael Schiechl bescherten den Gastgebern in der Anfangsphase eine 5:3-Überlegenheit, die Park Woo Sang zum 1:0 nützte (4.). Mit einem Doppelschlag innerhalb einer halben Minute durch Cho Min Ho (8.) und Kim Kisung (9.) führte der Außenseiter sensationell bereits 3:0 gegen die zu passiven, zudem unorganisiert und planlos wirkenden Österreicher.

Nach dem wichtigen Anschlusstreffer durch Schiechl (10.) kam das ÖEHV-Team langsam auf Touren. Thomas Hundertpfund, der nachher von einer "Schockstarre" nach dem ersten Gegentreffer sprach, legte nach (12.) und erstmals befand sich Österreich auch im Überzahlspiel, das Brian Lebler zum 3:3 nützte. Als es den Anschein hatte, dass Österreich das Kommando übernommen hatte und Lebler mit dem 4:3 auch die erstmalige Führung gelungen war (15.), erzielte Kim Kisung postwendend den Ausgleich (16.). Hundertpfund schließlich sorgte dafür, dass Österreich doch mit einer Führung in die Kabine ging (17.).

Das Zwischendrittel blieb ohne Tore. Die Mannschaft von Emanuel Viveiros agierte nach wie vor nicht konsequent genug, ungenaues Passspiel sorgte immer wieder dafür, dass sich Südkoreaner vor dem Tor von Starkbaum tummelten und dieser beschäftigt blieb. Nicht nur einmal verhinderte er den Ausgleich.

Entscheidung im letzten Drittel

Im letzten Drittel mussten Florian Mühlstein und Manuel Geier auf die Bank, dieses Unterzahlspiel blieb aber folgenlos. Die quirligen Südkoreaner machten den favorisierten Österreichern aber weiterhin das Leben schwer. Und es war dann Konstantin Komarek, der in der 54. Minute mit einem sehenswerten Treffer der ÖEHV-Mannschaft erstmals einen Zweitorevorsprung bescherte. Lebler stellte im Powerplay mit seinem dritten Treffer der Partie auf 7:4 (58.), was zugleich auch den Endstand bedeutete.

"Wir waren am Anfang nicht bereit, Eishockey zu spielen. Südkorea hat uns überrannt", sagte Teamchef Emanuel Viveiros. Er bezeichnete das Geschehen als "wichtigen Weckruf für die Spieler". In einem Turnier habe man oft ein schlechtes Spiel. "Am Ende zählen nur die drei Punkte. Unsere Ausgangsposition ist nach wie vor sehr gut. Gegen Ungarn (Donnerstag, 9 Uhr, Anm.) werden und müssen wir besser sein."

Auf Tabellenführer Österreich warten nun noch die zwei entscheidenden Spiele um einen der zwei Aufstiegsplätze. Nach dem Duell gegen Ungarn trifft das ÖEHV-Team zum Abschluss am Samstag (9.00 Uhr) auf Slowenien.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen