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Österreichs Damen-Staffel bei Olympia-Premiere 13.

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:45

Die norwegischen Topfavoritinnen sind am Samstag in der olympischen Langlauf-Staffel nicht nur entthront worden, sondern als Fünfte völlig überraschend gänzlich leer ausgegangen. Gold sicherten sich in einer dramatischen Sprintentscheidung die Schwedinnen, die dank ihrer überragenden Schlussläuferin Charlotte Kalla vor Finnland und Deutschland den ersten Staffelsieg seit 54 Jahren feierten.

Österreichs Quartett hatte bei der Olympiapremiere einer rot-weiß-roten Frauenstaffel mit der Entscheidung erwartungsgemäß nichts zu tun und belegte den 13. und vorletzten Rang. Katerina Smutna und die drei jungen Olympianeulinge Nathalie Schwarz, Teresa Stadlober und Veronika Mayerhofer hatten bei erneut frühlingshaften Bedingungen nach 4 x 5 Kilometern mehr als vier Minuten Rückstand.

Die bei ihren ersten Einsätzen mit den hohen Temperaturen nicht zurechtgekommene Smutna hielt zu Beginn noch recht gut mit. Am Ende ihres Parts wurde sie aber von heftigen Bauchkrämpfen geplagt und verlor noch einige Positionen und Sekunden. Die von der gebürtigen Tschechin als Achte mit rund 15 Sekunden Rückstand in den zweiten Klassikabschnitt geschickte Schwarz büßte drei Positionen und wenig überraschend viel Zeit ein. Auch Stadlober und Mayerhofer verloren auf den Skatingabschnitten jeweils noch rund eine Minute bzw. einen Rang.

Ziele übertroffen

Ex-Juniorenweltmeisterin Stadlober betonte aber, dass schon die Teilnahme der Staffel als Erfolg zu werten sei. "Es war unser Ziel, zu viert, also mit einer Staffel zu Olympia zu fahren. Dass es die Damenstaffel gibt, ist wirklich cool. Für den österreichischen Langlauf tut das gut", sagte die 21-jährige Salzburgerin, die wie viele andere kurzärmelig unterwegs gewesen war.

Schweden überrascht mit Gold

Der Kampf um die Medaillen, aus dem sich Norwegen völlig überraschend schon früh verabschiedet hatte, verlief äußerst spannend. Kalla machte zunächst einen 20-Sekunden-Rückstand auf das Führungsduo Krista Lahteenmaki und Denise Herrmann gut. Und auch im Zielsprint war die Zweite des Skiathlons und des Klassikrennens über 10 km eindeutig die Stärkste. "Ich war unglaublich motiviert, als ich losgelaufen bin. Ich kann es gar nicht glauben, dass wir Olympiasieger sind", betonte Kalla, die außerdem zur ersten Dreifachmedaillengewinnerin der Winterspiele in Sotschi avancierte.

Norwegens Schlussläuferin Marit Björgen, die mit ihren Teamkolleginnen seit dem Olympiasieg vor vier Jahren alle zehn Staffelbewerbe samt der WM gewonnen hatte, vermochte die noch etwas größere Lücke zu den ersten drei hingegen nicht mehr zu schließen. Am Ende musste die Skiathlonsiegerin sogar noch Frankreichs Schlussfrau den Vortritt lassen.    Am Sonntag geht in Krasnaja Poljana die Staffel der Herren in Szene. Auch hierbei gelten die Norweger als Goldfavoriten. Österreich ist nicht am Start.

Langlauf Damen 4x5km Stafffel

1. Schweden (Ida Ingemarsdotter, Emma Wiken, Anna Haag, Charlotte Kalla) 53:02,7 Min.

2. Finnland (Anne Kyllönen, Aino-Kaisa Saarinen, Kerttu Niskanen, Krista Lähteenmäki) +0,5 Sek.

3. Deutschland (Nicole Fessel, Stefanie Böhler, Claudia Nystad, Denise Herrmann) 0,9

4. Frankreich 45,0

5. Norwegen 53,6

6. Russland 1:03,6

7. Polen 1:36,2

8. Italien 2:17,2

9. USA 2:30,7

10. Tschechien 3:27,1.

Weiter:

13. Österreich (Katerina Smutna, Nathalie Schwarz, Teresa Stadlober, Veronika Mayerhofer) 4:02,0

Windisch im Short Track-B-Finale

Das erste österreichische B-Finale der Olympia-Geschichte im Short Track eroberte Veronika Windisch. Die 31-jährige kämpfte sich ins Halbfinale, in dem sie von der Disqualifikation einer Konkurrentin profitierte und als Fünfte ihres Laufes ins B-Finale, in dem die Plätze acht bis 13 ausgefahren wurden, aufstieg. Dort führte Windisch das Rennen phasenweise an, letztendlich musste sich österreichs beste Short Trackerin mit dem letzten Platz begnügen.

Trotz alldem ist der hervorragende 13. Platz das beste österreichische Short Track-Olympia-Ergebnis der Geschichte und das Erreichen des B-Finals stellte bereits einen großen Erfolg dar. Nach dem Rennen wurde Windisch sogar noch auf den elften Platz korrigiert, da die im A-Finale gestürzten Jianru Li (CHN) und Alang Kim (KOR) aus der Wertung genommen wurden. 

Short Track 1.500m der Damen

1. Yang Zhou (CHN) 2:19,140

2. Suk Hee Shim (KOR) 1:19,239

3. Arianna Fontana (ITA) 2:19,416

4. Jarien Ter Mors (NED) 2:19,656

5. Emily Scott (USA) 2:39,436

6. Valerie Martais (CAN) 2:24,711

7. Jessica Smith (USA) 2:25,787

8. Marie-Eve Drolet (CAN) 2:25,870

9. Bernadett Heidum (HUN) 2:26,004

10. Varonique Pierron (FRA) 2:26,066

11. Veronika Windisch (AUT) 2:26,296  

Short Track 1000m der Herren

1. Viktor An (RUS) 1:25,325 Min.

2. Wladimir Grigorjew (RUS) 1:25,399

3. Sjinkie Knegt (NED) 1:25,611

4. Wu Dajing (CHN) 1:25,772

5. Han Tianyu (CHN) 1:29,334

6. Semen Jelistratow (RUS) 1:29,429

7. Sin Da-woon (KOR)

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