Seit 2010 berichten Angler in Norddeutschland von einem ungewöhnlichen Raubfisch. Mittlerweile wurden mehr als 200 Exemplare des sogenannten Wolgazanders nachgewiesen.
Der Fisch hat sein natürliches Verbreitungsgebiet eigentlich im Osten Europas. Vom Ural aus hat er sich über das Schwarze Meer bis nach Ungarn und über die Donau aufwärts bis nach Österreich ausgebreitet.
Wie chip.de berichtet, stellt der Wolgazander für heimische Fischarten keine Gefahr dar. In den ersten Lebenswochen ernährt er sich von Zooplankton, danach von kleineren Grundeln. Experten gehen davon aus, dass die Art zwar dauerhaft bleiben wird, aber keine Bedrohung für heimische Spezies darstellt.
Der Wolgazander unterscheidet sich vom heimischen Zander durch mehrere auffällige Merkmale: Er besitzt eine hohe erste Rückflosse und kräftige dunkle Streifen, die bis zum Bauch reichen.
Anders als beim Zander fehlen beim Wolgazander die sichtbaren spitzen Fangzähne. Ausgewachsen erreicht er eine Größe von 40 bis 65 Zentimetern.
Für Badegäste und Schwimmer stellt der eingewanderte Raubfisch ebenfalls keine Gefahr dar.