Sport

ÖSV-Adler wollen Sieg in Garmisch

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:39

Nach dem dreifachen Triumph zum Auftakt der Vierschanzentournee wollen die ÖSV-Adler in Garmisch nachlegen. Beim Neujahrsspringen gelten Oberstdorf-Sieger Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Morgenstern einmal mehr als die großen Favoriten.

Nach dem dreifachen wollen die ÖSV-Adler in Garmisch nachlegen. Beim Neujahrsspringen gelten Oberstdorf-Sieger Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Morgenstern einmal mehr als die großen Favoriten.
Die Weichen für den vierten Tournee-Sieg in Folge sind gestellt, nun will die in Oberstdorf dominierende ÖSV-Troika am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen nachlegen. Die beste Ausgangsposition hat derzeit Gregor Schlierenzauer, der Auftaktsieger geht mit 18,1 Punkten Vorsprung in das Neujahrsspringen.
Dem Tiroler fehlt der Tournee-Titel noch, seine ersten Verfolger Andreas Kofler und Thomas Morgenstern (19 Punkte Rückstand) haben die Traditionsserie, die am (heutigen) Samstag mit der Qualifikation fortgesetzt wurde, bereits gewonnen.
ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner zollte seinem Toptrio für die Galavorstellung unter widrigsten Umständen Respekt. "Sie haben sich von nichts ablenken lassen. Sie können in der schwierigsten Situation ihr Bestes abrufen", bemerkte Pointner. Natürlich sei seine Truppe jetzt mehr denn je Tourneefavorit, aber man dürfe sich nie zu sicher sein, schränkte er ein. Dennoch sei die Devise klar: "Wir wollen das Ding gewinnen."
Schlierenzauer: "noch nichts entschieden" ...

Schlierenzauer will wegen der Erfahrungen des turbulenten Auftaktes und vergangener Tourneen von einer Vorentscheidung noch nichts wissen. "Man hat gesehen, wie schnell es gehen kann. Jetzt daran zu denken, lohnt sich nicht. Ich werde so weitermachen und mich auch durch meinen Vorsprung nicht aus dem Konzept bringen lassen, denn natürlich ist noch überhaupt nichts entschieden", sagte der 21-jährige Tiroler nach seinem insgesamt sechsten Tournee-Tagessieg.
... aber "Sieg gibt mir Selbstvertrauen"

Er habe aus dem Wechselbad der Gefühle mit einem schlechten, schließlich aber annullierten Sprung, sowie späterer zweimaliger Höchstweite bei anhaltend schwierigen Bedingung viel Positives nach Garmisch mitgenommen. "Der Sieg gibt mir natürlich unglaublich viel Selbstvertrauen und bestätigt, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde", betonte er. An die zweite Tournee-Station hat Schlierenzauer gute Erinnerungen, auf der Olympiaschanze siegt er bereits 2008 und 2010. Bei der jüngsten, windbeeinträchtigten Auflage war er verletzungsbedingt nicht dabei.
Kofler vom Winde verweht

Seinen beiden Teamkollegen und Morgenstern fehlt Garmisch hingegen noch auf ihrer Siegesliste. Weltcup-Spitzenreiter Kofler war in Oberstdorf von Schlierenzauer noch abgefangen worden, ärgerte sich darüber aber nicht. Schließlich musste er seinen Finalsprung wegen einer Windböe frühzeitig abbrechen, um nicht in Sturzgefahr zu geraten. "Ich bin froh, dass ich noch sicher landen konnte und alles so gut ausgegangen ist. Ich bin zufrieden, einen guten Start hingelegt zu haben", betonte der vierfache Saisonsieger und blickte freudig in Richtung zweites Tournee-Springen. "Ich freue mich auf Partenkirchen und ein hoffentlich spannendes Duell", so Kofler.
Morgenstern hofft auf bessere Bedingungen

Tournee- und Oberstdorf-Titelverteidiger Morgenstern konnte mit Platz drei, den er lediglich 0,3 Punkte vor dem Deutschen Severin Freund sicherstellte, gut leben. Hatte er doch in der  Qualifikation einen Sturz  nur in extremis vermeiden können und sich dabei . "Ich bin von Sprung zu Sprung immer besser reingekommen. Das Resultat ist natürlich gut für mein Selbstvertrauen", sagte der Kärntner und drückte seine Hoffnung auf Wetterbesserung aus. "Vielleicht wird es im neuen Jahr ja etwas leichter." Tatsächlich verheißen die Prognosen für den Neujahrstagnachmittag das Ende der Niederschläge und kaum Wind.
Hilde schwer verletzt

Der Norweger Tom Hilde, der im zweiten Durchgang schwer stürzte, dürfte sich schwer verletzt haben. Er soll sich laut Medienberichten eine Wirbelverletzung zugezogen haben.
APA/red.

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