Mit einem Überraschungssieg endete der Biathlon-Sprint der Herren. Vincent Jay gewann den Bewerb. Die Österreicher verpassten die Medaillenränge klar.
Wegen des immer stärker werdenden Schneeregens im Whistler Olympic Park war der Biathlon-Sprint der Herren ein Startnummernrennen. Die Loipe wurde von Läufer zu Läufer langsamer. Leider konnte Christoph Sumann (ging als Siebenter an den Start) seinen Vorteil nicht nützen. Mit zwei Schießfehlern gleich zu Beginn war der 34-Jährige chancenlos.
"Noch dazu war die Laufleistung katastrophal. Aber wegen des Schneeregens wird es für die hinter mir sicher nicht einfach. Vielleicht geht noch was", meinte der Steirer im ORF. Eine Medaille wurde es nicht, aber mit Platz zwölf eine halbwegs gute Ausgangslage für die Verfolgung am Dienstag.
Bedingungen verhinderten Medaille
Ebenfalls nicht zurecht kam Dominik Landertinger mit den Bedingungen. Er wurde enttäuschter 34. "Das Rennen war einfach gesagt Sch... Vier Schießfehler sind eine Katastrophe", ärgerte sich der Massenstart-Weltmeister. Der Oberösterreicher kann die Verfolgung praktisch abhaken und sich auf die beiden anderen Bewerbe konzentrieren. Als einer der wenigen mit null Schießfehlern, aber wegen seiner hohen Startnummer klar benachteiligt, beendete Simon Eder das Rennen auf Platz elf. Daniel Mesotitsch wurde nur 45.
Überraschungssieger aus Frankreich
Der Sieg ging überraschenderweise an den Vincent Jay. Der Franzose, der bisher nur einen Sieg im Weltcup feierte, hatte die niedrige Startnummer sechs und nützte diesen Vorteil gnadenlos aus. Hinter ihm landete der Norweger Emil Hegle Svendsen und der Kroate Jakov Fak. Detail am Rande: Direkt nach dem Bewerb hörte es auf zu regnen und die Sonne kam heraus.
Das Endergebnis des Biathlon-Sprints (10 km) der Herren:
1. Vincent Jay (FRA) 24:07,8 Min
2. Emil Hegle Svendsen (NOR) +12,2 Sek.
3. Jakov Fak (CRO) +14,0
4. Klemen Bauer (SLO) +17,4
5. Andriy Deryzemlya UKR) +40,7
Weiter:
11. Simon Eder (AUT) +1:24,4 Min.
12. Christoph Sumann (AUT) +1:24,9
17. Ole Einar Björndalen (NOR) +1:41,1
34. Dominik Landertinger (AUT) +2:15,9
45. Daniel Mesotitsch (AUT) +2:37,5