Pacult fragte Rapid-Bosse, "ob sie deppert sind?"

Ex-Trainer Peter Pacult spricht über seine Zeit bei Rapid Wien und plaudert dabei pikante Details über Assistent Barisic und "die Verantwortlichen" aus.

Im April 2011 musste der letzte Meistertrainer von Rapid Wien gehen. Peter Pacult führte die Hütteldorfer 2008 zum Titel. Dass die Ehe zu Brüche ging, hatte nicht nur sportliche Gründe. Dieses Bild zeichnet Pacult einmal mehr in einem Interview. Der 59-Jährige spricht bei "Forza Rapid" Klartext.

Dabei kommt vor allem einer nicht gut weg: Zoran Barisic. Das Verhältnis zwischen Pacult und dem späteren Chefcoach ist bekannterweise angespannt.

Warum? "Ich habe Zoki damals zu Rapid geholt, weil ich Poidl Rotter noch nicht nehmen durfte. Er war an sich ein guter Typ, keine Frage, ist aber ein paar Mal nicht zum Training gekommen." Laut Pacult fehlte Barisic auch einmal im Trainingslager, "wo es die Verantwortlichen mitbekommen haben."

Nach dem dritten Mal hat Pacult Konsequenzen gezogen und sich von "Zoki" getrennt. Von Vereinsseite aus beklagt er fehlende Rückendeckung. "Man hat sich im Verein nur Sorgen gemacht, wie man das der Presse erklären soll. Ich habe sie gefragt, ob sie deppat sind, weil ich für die vollkommen begründete Trennung angeprangert worden bin." Pacult weiters: "Ich war auch nicht immer der Bravste und wäre oft gerne länger sitzengeblieben, aber nicht zum Training zu erscheinen geht nicht. Ich habe mich von Zoki verarscht gefühlt."

Dass ihm Barisic bis heute böse ist, versteht Pacult nicht: "Ich habe ihm damals wieder die Chance gegeben, ins Fußballgeschäft zurückzukehren."

Im Interview mit "Forza Rapid" blickt Pacult auch auf seine fristlose Kündigung im April 2011 wegen eines "massiven Vertrauensbruchs" zurück – weil er mit Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz beim Pfarrwirt in Grinzing gesichtet worden war. "Die Geschichte liegt mir bis heute im Magen", gesteht Pacult. "Ich saß mit Franz Vranitzky am Tisch. Ebenfalls dort gesessen sind seine Frau, Dietrich Mateschitz und der Pfarrwirt selbst, Capitals-Boss Hans Schmid. Die beiden hatten einen Termin wegen Reformen im Eishockey-Bereich." Über Fußball ist dabei laut Pacult "so gut wie kein Wort gefallen."

Doch über die "Kleine Zeitung" kam das vermeintliche Treffen zwischen Pacult und Mateschitz ans Licht der Öffentlichkeit, wenige Tage später erfuhr der Meistertrainer im Radio von seiner Entlassung. "Eine Woche später kam der Anruf von Red Bull, ob ich zu einem Gespräch bereit wäre." Pacult sagte zu. "Im Hangar 7 habe ich Herrn Mateschitz getroffen und wir haben lange über Gott und die Welt geplaudert. Am Ende des Gesprächs fragte mich Mateschitz jedenfalls, wie es bei mir sportlich ausschaut."

Pacult erklärte, dass er wegen dem Treffen beim Pfaarwirt fristlos gekündigt wurde – und eine Woche später fixierten Mateschitz und er das Engagement bei RB Leipzig. (Heute Sport)

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