Pacult: "Rapid und Austria fehlt einfach die Qualität"

Vor dem 329. Wiener Derby am Sonntag (17:00 Uhr bei uns im Live-Ticker) befinden sich beide Klubs in der Krise. Weder bei der Austria, noch bei Rapid klappte der Saison-Start, die nächste Seuchensaison droht. Peter Pacult kennt das Derby von beiden Seiten, war Rapids letzter Meistertrainer. Der Wiener weiß woran es krankt.
"Man muss bei beiden Vereinen die letzten drei, vier Jahre hernehmen. Sicherlich haben beide Vereine tolle Stadien gebaut, beide Vereine haben wirklich wirtschaftlich und infrastrukturell etwas getan. Aber trotz allem sind bei beiden Vereinen vor allem in der Kaderplanung Dinge passiert in den letzten Jahren, die ihnen momentan einfach wehtun" analysiert Pacult bei Laola 1.

Der ehemalige Nationalspieler nimmt die Trainer Christian Ilzer und Didi Kühbauer in Schutz: "Die Trainer können noch so gut arbeiten, wenn die Qualität der Spieler fehlt. Wenn ich das LASK-Spiel hernehme von Rapid: Der LASK eine sehr eingespielte Mannschaft ist – mit einem Plan, den sie seit vier Jahren durchziehen und sich eigentlich immer nur punktuell verstärkt haben. Gerade die Legionäre, die helfen sollten, waren nicht jene Verstärkungen, die man sich erhofft hat. Bei der Austria waren das früher ein Blanchard, Acimovic oder Jun. Bei Rapid ein Heikkinen, Boskovic, Tokic oder Jelavic. Das waren Spieler, die dem Verein geholfen haben und über andere Spieler zu stellen waren."

Der Weg zum Wiener Derby
Der Weg zum Wiener Derby


CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die fehlenden Führungsspieler sieht Pacult als Problem: "Ich kann nur von meiner Zeit als Spieler bei Rapid und als Trainer reden. Als Spieler waren Typen wie Krankl, Panenka, Weber, Feurer – die haben dich als relativ Jungen aufgefangen. In der Trainertätigkeit hatte ich einen Steffen Hofmann, Mario Tokic, Martin Hiden, Branko Boskovic, welche die Jungen aufgefangen haben plus die Einheimischen wie ein Markus Katzer, der enorm wichtig war. Im Moment ist es halt so, dass bei beiden Vereinen wenige Spieler da sind, die andere auffangen."

Trotzdem freut sich der ehemalige Rapid- und Austria-Kicker auf Sonntag: "Das Wiener Derby ist einfach das Wiener Derby. Das hat es schon vor 50 Jahren gegeben, dass vielleicht mal beide Vereine nicht an der Spitze waren oder irgendwo herumgekrebst sind. Auch in den 80er Jahren hat es solche Zeiten gegeben. Sie bleiben Großklubs, auch wenn es in der Tabelle derzeit nicht so ausschaut, Red Bull der absolute Marktführer ist und auch der LASK hat ihnen den Rang abgelaufen" (pip)

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