Die Erzdiözese Wien hat sich klar von der Anbringung von Palästina-Flaggen auf der Wiener Votivkirche distanziert und die Entfernung der Fahnen angekündigt – zuletzt ruhten alle Hoffnungen auf professionellen Kletterern, die mit der Abnahme beauftragt werden sollten.
Am Samstag waren Anti-Israel-Chaoten auf die Türme der Votivkirche, der zweithöchsten Kirche Wiens, geklettert und hatten an den beiden Turmspitzen Palästina-Fahnen befestigt. Noch am Wochenende habe die Erzdiözese Wien Kontakt mit jener Kran-Firma aufgenommen, die eine geplante Kunstinstallation – "ein Himmelszeichen" – auf der Votivkirche anbrachte. Diese hatte sich bereit erklärt, die Flaggen im Zuge dieser Arbeiten abzunehmen – doch ein erster Versuch, die befestigten Flaggen loszueisen, scheiterte laut "Heute"-Infos.
Die Entfernung von Flaggen an den Turmspitzen sei schwierig – und "alles andere als ein triviales Unterfangen", betonte Kirchen-Sprecher Michael Prüller. Kurzfristig war kein geeigneter Kletterer für das "Himmelfahrtskommando" verfügbar. Deswegen war man guter Hoffnung, dass die waghalsige Aktion letztendlich am Dienstag gelänge.
Und so war es auch: Zwei Arbeitern gelang es, die Flaggen zu erwischen und sicher wieder herunterzukommen. Sie mussten dafür aber nicht klettern, sondern wurden per Kran in einem Käfig nach oben gebracht.
Prüller betonte, dass "keinerlei wohlwollende Duldung der Flaggen durch die Pfarre" vorlag. Die Erzdiözese protestiere "aufs Schärfste gegen eine solche politische Instrumentalisierung der Kirche" und prüfe rechtliche Schritte. Die Fahnen auf dem himmlischen Gotteshaus hatten in der Bevölkerung für höllischen Ärger gesorgt. Zahlreiche Wiener zeigten sich irritiert. "Die Kirche sollte nicht für politische Botschaften missbraucht werden", stellte der Sprecher der Wiener Erzdiözese gegenüber "Heute" klar. Amen.