Abbas lässt aufhorchen

Palästinenserführer kündigt Präsidentschaftswahlen an

Palästinenserführer Abbas kündigt für Anfang 2027 Präsidentschaftswahlen an. Ob er erneut kandidiert, bleibt vorerst unklar.
Newsdesk Heute
15.06.2026, 21:13
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Palästinenserführer Mahmud Abbas hat angekündigt, dass Anfang nächsten Jahres Präsidentschaftswahlen stattfinden sollen.

Schon im November soll es Parlamentswahlen geben, das hat sein Büro am Montag bekanntgegeben. Ob der 90-Jährige selbst noch einmal als Präsident kandidiert, ist derzeit offen.

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Abbas wurde im Mai an der Spitze der säkular-nationalistischen Fatah-Bewegung bestätigt. Er ist seit über zwanzig Jahren der starke Mann in der Fatah, der palästinensischen Autonomiebehörde und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Schwere Vorwürfe gegen die Autonomiebehörde

Nach dem Tod von Jassir Arafat wurde er Anfang 2005 zum Präsidenten der Autonomiebehörde gewählt. Im März hat Abbas versprochen, die palästinensischen Organisationen umzustrukturieren und zu erneuern.

Seit Jahren gibt es schwere Vorwürfe gegen die Autonomiebehörde – von Korruption bis zu fehlender demokratischer Legitimation.

Die Autonomiebehörde hat ihren Sitz in Ramallah im Westjordanland. Der Gazastreifen hingegen wird seit 20 Jahren von der radikalislamischen Hamas kontrolliert, die mit der Fatah verfeindet ist.

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