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Pannen, Schweiß, Applaus: So lief die erste ESC-Probe

Jetzt wird es ernst in der Wiener Stadthalle! Vor der wichtigen Jury-Show standen beim ESC erstmals alle Halbfinal-Acts komplett auf der Bühne.
Heute Entertainment
11.05.2026, 21:12
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Die Luft in der Wiener Stadthalle ist elektrisch geladen. Kameras fahren durch die Halle, die ersten Fans kreischen schon bei den Proben – und hinter den Kulissen herrscht Ausnahmezustand.

Denn am Abend wird es bereits ernst: Bei der sogenannten Evening Preview vergeben die internationalen Jurys schon ihre Punkte. Umso wichtiger, dass jeder Schritt sitzt.

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Doch genau das klappte nicht bei allen Acts.

Moldawien eröffnet – und Satoshi schwitzt alles raus

Den Startschuss macht Moldawien. Keine einfache Aufgabe. Der erste Startplatz gilt beim ESC traditionell als schwierig, weil viele Zuschauer die ersten Songs als Opener sehen und später vergessen. Doch Satoshi kämpft dagegen an – mit voller Energie.

Satoshi gibt Vollgas.
EBU/Sarah Louise Bennett

Er wirft auf der Bühne wirklich alles hinein, tanzt, sprintet und singt, als würde es um sein Leben gehen. Danach scherzt Moderator Michael Ostrowski sogar, man müsse jetzt erstmal die Bühne aufwischen, weil Satoshi so geschwitzt habe. Der Saal lacht – und Moldawien bleibt definitiv im Kopf.

Griechenland sorgt für den ersten Wow-Moment

Dann kommt Griechenland – und plötzlich Extase in der Halle. Akylas liefert eine komplett überdrehte, bunte und maximal auf ESC getrimmte Show ab. Überall passiert gleichzeitig etwas: Farben, Tänzer, Lichteffekte, wilde Kamerafahrten.

Akylas reißt die Bühne förmlich ab.
Alma Bengtson/EBU

Man weiß teilweise gar nicht mehr, wo man zuerst hinschauen soll. Genau das lieben ESC-Fans. Der Applaus danach? Einer der lautesten des Nachmittags. Vielleicht sogar DER lauteste.

Israel wird bejubelt, aber nicht so ganz

Mit Spannung wurde auch Israel erwartet. Schon beim ersten Auftauchen von Noam Bettan brandet in der Halle viel Applaus auf.

Noam Bettan macht alles perfekt. Aber vielleicht auch zu perfekt.
Corinne Cumming/EBU

Die Performance selbst wirkt extrem professionell. Gesanglich liefert Bettan nahezu fehlerfrei ab, jede Kameraeinstellung sitzt. Und trotzdem bleibt nach dem Song ein leicht überraschendes Gefühl zurück: Der ganz große Wow-Moment fehlt.

Der Schlussapplaus fällt deutlich verhaltener aus als noch beim Auftritt davor. Vielleicht waren die Erwartungen an Israel dieses Jahr einfach zu groß.

Favoriten-Finnland liefert ab

Und Finnland? Spätestens hier versteht jeder in der Halle, warum das Duo als großer Favorit gehandelt wird. Die Performance ist bombastisch, laut, intensiv – und gleichzeitig perfekt auf TV inszeniert. Die Halle rastet komplett aus.

Finnland steht eigentlich als Sieger bereits fest.
EBU Sarah Louise Bennett

Zwar dürften nicht alle angekündigten Geigen-Elemente tatsächlich live gespielt sein, doch das stört vor Ort praktisch niemanden. Finnland liefert schlicht eine Show der Extraklasse.

Italienerin knallt zu Boden

Nicht ganz nach Plan lief es dagegen bei Italien. Mitten in einer aufwendig choreografierten Einlage sollte einer Tänzerin der Rock ausgezogen werden. Doch plötzlich verheddert sich der Stoff. Sekunden später kracht die Tänzerin direkt auf den Bühnenboden.

Sal Da Vinci gilt als Publikums-Liebling.
Sarah Louise Bennett / EBU

Ein hörbares Raunen geht durch die Halle. Zum Glück konnte die Performance danach weitergehen.

Litauen bricht plötzlich ab

Auch Litauen hatte mit Problemen zu kämpfen. Plötzlich stoppt alles.

Irgendetwas stimmt mit dem Kostüm nicht, hektische Menschen laufen über die Bühne, die Kameras stehen still. Über drei Minuten Verzögerung später geht es erst weiter.

Lion Ceccah kämpfte mit Problemen.
Sarah Louise Bennett / EBU

Die Stimmung in der Halle kippt in dieser Zeit leicht genervt, leicht gelangweilt. Nicht gut. Bleibt zu hoffen, dass das Problem bis zur Jury-Show behoben wird.

Swarovski verzettelt sich hier und da

Und selbst die Moderation läuft noch nicht komplett rund. Victoria Swarovski hatte bei der Probe den ein oder anderen kleinen Versprecher drin. Nichts Dramatisches, aber man merkt: Auch die Hosts stehen unter enormem Druck.

Bis Dienstagabend bleibt aber noch ein wenig Zeit zum Feilen.

Eines wurde bei dieser ersten großen Probe jedenfalls klar: Der ESC in Wien wird gigantisch. Perfekt ist er aber noch lange nicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 11.05.2026, 21:12
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