Sport

PAOK's Pistolen-Präsident: Die schockierenden Details

Heute Redaktion
Teilen
Picture

Ivan Savvidis, Präsident von PAOK Saloniki, stürmte gegen AEK Athen mit einer Pistole den Platz. Grund: ein Fehlpfiff des Schiris. Jetzt gibt es neue Details.

Chaos im griechischen Fußball! Ivan Savvidis, Präsident von PAOK Saloniki stürmte im Spitzenspiel gegen AEK Athen mit einer Pistole den Platz. "heute.at" berichtete. Grund: Eine vermeintliche Fehlentscheidung vom Schiedsrichter. Der hatte beim Stand von 0:0 in der Schlussphase ein Tor von PAOK's Fernando aberkannt.

Präsident stürmte mit sieben Bodyguars Platz

Jetzt werden neue Details zum Fußball-Eklat bekannt. Begleitet von sieben Bodyguards stürmte der gebürtige Russe Savvidis den Platz. Er ging direkt zu Schiedsrichter Georgios Kominis – mit der Pistole an der Hüfte. "Du bist als Offizieller am Ende", soll Savvidis laut AEK-Trainer Manolo Jiménez zu Kominis gesagt haben. Zudem forderte er seine Mannschaft auf, nicht weiterzuspielen, wenn das Tor nicht gegeben würde.

Athen-Trainer: "Er hat den Schiedsrichter bedroht"

"Es war zu sehen, dass er seine Hand in Richtung seiner Hüfte bewegte, weil er eine Waffe hatte. Er hat den Schiedsrichter direkt vor mir bedroht. Ich bin fassungslos. So etwas erwartet man in einem Clint-Eastwood-Film", wird Jiménez zitiert.

Schiedsrichter mit zwei Stunden Bedenkzeit

Das Schiedsrichter-Gespann floh in den Kabinentrakt. Nach einer Bedenkzeit von über zwei Stunden soll sich Kominis entschieden haben, das Tor doch zu geben. Das sorgte für Ärger bei den Spielern von AEK Athen. Sie weigerten sich, auf den Platz zurückzukehren. Die Partie wurde abgebrochen. Beim Stand von 1:0, wie Kominis in seinem Bericht schrieb. Die endgültige Wertung des Spiels ist noch nicht offiziell.

Minister: "Bilder werfen uns viele Jahre zurück"

Der griechische Vizeminister Giorgos Vasiliadis erklärte nach dem Abbruch des Spiels: "Die Bilder mit Funktionären, die bewaffnet auf das Spielfeld gehen, werfen uns viele Jahre zurück."

Er kündigte harte Strafen an.

Haftbefehl gegen Savvidis

Die Staatsanwaltschaft der griechischen Hafenstadt Thessaloniki hat am Montag einen Haftbefehl gegen Savvidis erlassen. Savvidis ist nicht nur Fußballpräsident, sondern auch ein mächtiger Wirtschaftsboss der Stadt.

Der 58-Jährige gilt als Freund von Wladimir Putin, er saß für die Putin-Partei im Parlament. 2012 kaufte er sich bei PAOK ein.

Er erwarb auch Anteile an einem Hotel, dem Hafen von Thessaloniki, einer Tabakfirma, einem Mineralwasserkonzern und einem TV-Sender und wurde zu einem bedeutenden Oligarchen in Griechenland.

(Heute Sport)