Papst Leo XIV. hat seinen für 27. Oktober geplanten Besuch in der italienischen Stadt Assisi abgesagt. Damit soll ein Hubschrauberflug vermieden werden, während sich der 71-Jährige von einer Lungenkrebsoperation erholt. Das teilte der Vatikan am Freitag mit.
Der Papst habe die Entscheidung auf Empfehlung seiner Ärzte getroffen. Eine Untersuchung des Brustkorbs zeige, dass seine Genesung sehr gut verlaufe, erklärten sein Chirurg und sein Leibarzt in einer eigenen Mitteilung.
Bei der Operation am 13. Oktober wurde der untere Lappen seiner rechten Lunge entfernt. Bei Leo wurde ein Lungenadenokarzinom festgestellt, die häufigste Form von Lungenkrebs. Weitere Untersuchungen des entfernten Gewebes bestätigten, dass der Krebs örtlich begrenzt war. Eine fortlaufende Krebsbehandlung sei daher nicht nötig, hatten die Ärzte am Mittwoch mitgeteilt.
In Assisi, rund 175 Kilometer nördlich von Rom, sollte Leo am 27. Oktober an einer Friedensveranstaltung mit anderen Religionsvertretern teilnehmen. "Um seine Genesung nach der Brustkorboperation am vergangenen Dienstag zu unterstützen und auf Empfehlung der Ärzte kann Papst Leo XIV. nicht teilnehmen", hieß es in der Mitteilung des Vatikans.
Leo wurde am Samstag aus dem Spital entlassen und nimmt seine Aufgaben schrittweise wieder auf. Am Mittwoch kehrte er für die wöchentliche Audienz mit Pilgern auf den Petersplatz zurück.
Ob der Papst seine geplante Reise vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru antreten kann, ließ der Vatikan offen.