In Spanien

Papst zu Besuch: König Felipe spricht Missbrauch an

1,2 Millionen Menschen feierten Papst Leo XIV. in Madrid. Doch König Felipe sprach ein heikles Thema an: die Missbrauchsfälle.
Heute Entertainment
08.06.2026, 14:48
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Historische Bilder aus Madrid: Papst Leo XIV. (70) zelebrierte am Sonntag auf dem Cibeles-Platz eine Open-Air-Messe vor rund 1,2 Millionen Menschen. Es war die bisher größte Menschenmenge bei einer Messe des US-amerikanischen Papstes.

Auch die spanische Königsfamilie war vor Ort: König Felipe (58) und Königin Letizia (53) sowie ihre Töchter, Prinzessin Leonor (20) und Prinzessin Sofia (19), empfingen den Pontifex. Doch Felipe, der als tiefgläubig gilt, nutzte seinen Auftritt, um einen wunden Punkt anzusprechen.

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Laut "Bild" verwies der Monarch bei einer Rede im Königspalast auf die Missbrauchsfälle der Kirche. Diese seien "weder repräsentativ für die große kirchliche Gemeinschaft noch können sie es jemals sein", so Felipe.

Klarheit und Entschlossenheit des Papstes seien "unerlässlich für den Heilungsprozess und die Wiedergutmachung des angerichteten Schadens, unerlässlich für die Opfer, für die Gläubigen, für die Kirche und für die gesamte Gesellschaft".

Papst Leo XIV. selbst rief während der Messe dazu auf, Religion nicht als "Museum der Vergangenheit" zu sehen. Gläubige sollten den Fokus auf Nächstenliebe und Gerechtigkeit legen.

Abkommen zur Entschädigung von Opfern

Der Pontifex unterstützt die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. Am Montag wird er in Madrid Betroffene treffen, die Opfer sexualisierter Gewalt durch Geistliche wurden.

Im März hatten Spaniens Regierung und die katholische Kirche ein Abkommen zur Entschädigung von Missbrauchsopfern geschlossen. Eine Untersuchungskommission bezifferte die Zahl der Opfer seit 1940 auf mehr als 200.000.

Papst Leo XIV. bleibt bis zum 12. Juni in Spanien. Weitere Stationen seiner Reise sind Barcelona und die Kanarischen Inseln.

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