Es ist eine Aussage, die neue Fragen rund um Andrew Mountbatten-Windsor (66) aufwirft. Sarah Kellen (46) war über ein Jahrzehnt lang die persönliche Assistentin von Jeffrey Epstein, ab 2001 gehörte sie zum engsten Kreis des verurteilten Sexualstraftäters.
Vergangenen Monat sagte sie vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses aus, und dabei fielen prominente Namen.
Kellen bezeichnete Andrew und dessen Ex-Frau Sarah Ferguson (66) als "prominente Persönlichkeiten", denen sie durch Epstein begegnet sei. Konkret schilderte sie ein Abendessen in der Privatwohnung des damaligen Prinzen, mitten im Buckingham Palace.
"Prinz Andrew war im Haus in New York", schilderte die 46-Jährige laut Medienberichten in ihrer Aussage. "Wir waren auch in Andrews Privatwohnung im Buckingham Palace zum Abendessen. Und wir waren auf der Party von Prinzessin Beatrice im Windsor Castle." Gemeint ist die Feier zum 18. Geburtstag von Beatrice (37), der Tochter des Ex-Prinzen.
Allerdings betonte Kellen ausdrücklich, sie habe Andrew nie unangemessen handeln sehen und zählte ihn auch nicht zu jenen Männern, mit denen sie zu Sex gezwungen worden sei.
Kellen wehrte sich in ihrer Aussage gegen frühere Darstellungen, sie sei Epsteins "Leutnant" oder seine wichtigste Anwerberin junger Mädchen gewesen. Stattdessen beschrieb sie sich als "verschuldete Sklavin", die selbst über Jahre missbraucht worden sei, fast wöchentlich.
2007 war sie als eine von vier möglichen Mittäterinnen geführt worden und kam im Zuge von Epsteins Deal mit der Justiz straffrei davon.
Andrew, der seine royalen Titel inzwischen verloren hat, wurde im Februar von der Thames Valley Police unter Auflagen festgenommen und steht wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch unter Beobachtung. Er weist alle Vorwürfe rund um seine Verbindungen zu Epstein entschieden zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Sollte es zu einem Verfahren kommen, könnte Kellen wegen ihrer Nähe zum Ex-Prinzen als Zeugin auftreten.