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Paris-Viertelfinale: Melzer auf Musters Spuren!

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:11

Jürgen Melzer steht zum ersten Mal in seiner Karriere unter den letzten Acht eines Grand Slam Turniers. Im Achtelfinale der French Open in Paris fertigt der Niederösterreicher den Russen Teimuras Gabaschwili in vier Sätzen ab. In der nächsten Runde wartet mit dem Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic eine harte Nuss.

50 (!) Winner, jeden dritten Breakball genützt, 17 Punkte mehr als sein Gegner gemacht:   Das sind die imposanten Zahlen zur Gala-Vorstellung von Jürgen Melzer bei den French Open.

"Sei mir nicht bös', aber das war geil", schnauft TV-Co-Kommentator Alex Antonitsch nach dem ersten Punkt des letzten Games und beschreibt damit auch die Leistung Melzers in seinem ersten Grand-Slam-Achtelfinale. Der Deutsch-Wagramer zeigt sich vom Powertennis seines russischen Konkurrenten nur anfangs überrascht. Schnell führt der Qualifikant, der bis heute ohne Satzverlust geblieben war, mit 4:1.

Kühlen Kopf bewahrt

Melzer zeigt nicht zum ersten Mal während der French Open Kämpferqualitäten, wehrt in Durchgang eins auf eindrucksvolle Art und Weise insgesamt drei Satzbälle des Außenseiters ab. Im Tiebreak behält der 29-Jährige - wie das gesamte Spiel über - kühlen Kopf. Nicht nur Melzers Spiel verdient das Prädikat Weltklasse - auch dessen Körpersprache.

Nach 2:54 Stunden Spielzeit steht der Viertelfinaleinzug und das Duell mit Superstar Novak Djokovic fest. Der Serbe und Melzer standen einander bislang zwei Mal gegenüber. In Metz 2006 (6:4, 3:6, 2:6) und Halle 2009 (1:6 4:6) behielt der Weltranglisten-Dritte jweils die Oberhand.

Muster 1998, Melzer 2010

Als letzter Österreicher schaffte Stefan Koubek 2002 in Australien den Sprung unter die letzten Acht eines Major-Turniers. Das letzte rot-weiß-rote Viertelfinale bei den French Open liegt sogar noch länger zurück: Thomas Muster gelang dies 1998.

"Ich kann nur gewinnen"

Gegen Djokovic sieht sich Melzer in der chancenreichen Außenseiterrolle: "Die Ausgangssituation ist ähnlich wie gegen Ferrer, ich habe gar nichts zu verlieren, ich kann nur gewinnen. Ich glaube schon, dass ich ihn ärgern kann. Ich habe auch Ferrer ganz gut im Griff gehabt und mit dem Selbstvertrauen, das ich im Moment habe, gehe ich da auch rein und denke mir okay, ich hab meine Chance, wenn's gut geht, geht's gut."

Achtelfinal-Ergebnisse:

Jürgen Melzer (AUT/22) - Teimuras Gabaschwili(RUS) 7:6 (8/6) 4:6 6:1 6:4

Novak Djokovic (SRB/3) - Robby Ginepri (USA) 6:4 2:6 6:1 6:2

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