1. Blick: Parlament zeigt sich von seiner neuen Seite

Der renovierte Plenarsaal des Parlaments erstrahlt nun in neuem Glanz. 
Der renovierte Plenarsaal des Parlaments erstrahlt nun in neuem Glanz. Denise Auer
In neuem Glanz erstrahlt das Parlament am Ring. Bis dort wieder Sitzungen stattfinden, dauert es noch. Doch schon jetzt gab es einen Vorgeschmack. 

Rund vier Jahre wurde gewerkt, gehämmert und gestemmt. Jetzt rückt die feierliche Eröffnung des neuen Parlaments (31. Jänner 2023) näher. Am Montag konnten Fotografen bereits einen Blick in die sanierten Räumlichkeiten des historischen Gebäudes werfen. 

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Rund 420 Millionen Euro soll die Renovierung des mehr als 140 Jahre alten Gebäudes kosten. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu weiteren Verzögerungen.

Rund 560 Statist:innen waren zuletzt für eine Nationalrats-Probesitzung im Einsatz. Dabei mimten sie etwa Abgeordnete und spielten den Sitzungsablauf vom Einmelden der Redner:innen bis zur letzten Abstimmung im Detail durch. Parlamentsvizedirektorin Susanne Janistyn-Novák, die in die Rolle der Nationalratspräsidentin schlüpfte, zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. "Das neue, alte Gebäude fühlt sich dank der perfekten Vorbereitung aller beteiligten Kolleg:innen sehr vertraut an", sagte sie.

Erst vor kurzem Probesitzung

Insgesamt dienen vier Termine im November und Dezember dazu, unterschiedliche Abläufe und Szenarien zeitgleich zu proben. Denn auch im realen Betrieb werden Sitzungen, Führungen, Workshops, Besuche und Veranstaltungen teilweise parallel stattfinden. Anfang November wurde bereits eine Plenarsitzung des Bundesrats simuliert.

Die Probesitzungen sind Teil eines komplexen Prozesses der Inbetriebnahme, der nötig ist, bevor der parlamentarische Betrieb in einem so großen, umfassend sanierten Gebäude starten kann. Die Parlamentsdirektion hat dafür einen Prozess mit 47 Einzelprojekten aufgesetzt, die einem engen Monitoring unterzogen werden. So soll sichergestellt werden, dass das Haus koordiniert "hochgefahren" und für den parlamentarischen Betrieb sowie für Besucher:innen vorbereitet wird. Ein wichtiges Arbeitsfeld in diesem Prozess bleibt auch weiterhin die Arbeitssituation für Medien im Hohen Haus. Mit Blick auf die tragende Rolle der Medien in der Demokratie soll die Zugänglichkeit für Medien jedenfalls gewahrt bleiben. An der heutigen Probesitzung haben daher auch Mitglieder der Vereinigung der Parlamentsredakteur:innen teilgenommen.

Weitere Arbeitspakete reichen von der Möblierung, der Ausstattung mit Medientechnik, der IT im gesamten Haus bis zur Organisation von Sicherheits- und Logistikabläufen. Die neuen Bereiche für Besucher:innen, wie das Besucher:innenzentrum, die Bibliothek und die Gastronomie müssen ebenfalls eingerichtet und in Betrieb genommen werden. Auch Veranstaltungen, Führungen und internationale Besuche werden geprobt. Wesentlicher Teil der Inbetriebnahme ist auch die Rückübersiedlung von Parlamentarier:innen und Organisationseinheiten der Parlamentsdirektion. 

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