Über fünf Kilogramm Nudeln verspeist der Österreicher pro Kopf im Jahr. Doch das könnte sich bald unweigerlich ändern. Denn der Preis für Hartweizen - eine der wichtigsten Zutaten für Pasta - hat sich in den vergangenen Monaten zum Teil verdreifacht.
Grund dafür sind die extreme Hitze und Dürre in den wichtigen Anbauländern auf der Nordhalbkugel. Aufgrund der diesjährigen Wettersituation in den USA, Kanada und Teilen von Europa gebe es dramatische Einbrüche der Ernteerträge, erklärt Michael Gutting vom Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft gegenüber "ntv".
Das beklagt auch Giuseppe Ferro, Geschäftsführer des drittgrößten italienischen Pastaherstellers Molisana. Alleine in Kanada sei die Produktion von 6,5 auf 3,5 Millionen Tonnen - dem niedrigsten Stand seit 14 Jahren - gesunken. Das habe Folgen für die globale Versorgung und die Preise. Große Lebensmittelkonzerne hätten sich bereits die verfügbaren Mengen gesichert, sagte er im Interview mit "Sole 24 Ore".
Die Supermarkt-Kette Lidl habe den Nudelpreis bereits um zehn Cent pro Packung erhöht, berichten Medien. Doch zu Engpässen oder leeren Regalen soll es nicht kommen.