Es war ein bewegender Moment bei einer Shop-Eröffnung in München: Patrice Aminati, die an schwarzem Hautkrebs im Endstadium leidet, erlitt während eines Interviews einen Schwächeanfall. Mitten im Gespräch wurde ihr plötzlich schwindelig.
"Ich merke auch: Ich muss mich gleich mal hinsetzen", sagte die 30-Jährige. Anstatt sich hinzusetzen, stützte sie sich an einem Pult ab: "Ich dachte mir, ich ziehe durch, aber bevor ich euch hier umkippe."
Wie rtl.de berichtet, sind die starken Medikamente der Grund für den plötzlichen Schwächeanfall. Die Nebenwirkungen gehören für die Palliativpatientin mittlerweile zum Alltag. "Nur weil man es jemandem nicht ansieht, innerlich sieht's ganz anders aus", erklärte sie offen.
Besonders rührend: Die RTL-Reporterin reagierte sofort und kühlte ihre Hände. "Oh, du hast so schöne kalte Hände. Ja, es ist super angenehm", bedankte sich Aminati für die spontane Hilfe.
Emotional wurde es auch beim Thema Familie. Ihre kleine Tochter ist fast vier Jahre alt und ahnt noch nichts von der Krankheit ihrer Mama. "Wenn es mir schlecht geht, sage ich: Mama ist müde, Mama ruht sich heute ein bisschen aus", erzählte Patrice.
Die Gedanken an die Zukunft lassen sie aber nicht los: "Aber vor dem Tag fürchte ich mich, ihr das erklären zu müssen: Mama hat Krebs. Also, so weit war es jetzt noch nicht."
Trotz allem hat Aminati eine neue Dankbarkeit entwickelt. "Ich hab heute mit meiner Mama auf dem Balkon gesessen und hab gefragt: Waren wir schon immer so glücklich? Und da sagt sie: Nein, wir sind dankbarer."
Für die 30-Jährige zählen jetzt die kleinen Dinge: "Schmerzfreie Tage sind ein Geschenk, da danke ich dem lieben Gott."