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PayPal führt Strafgebühr für faule Kunden ein

Wer länger sein PayPal-Konto nicht mehr benutzt hat, sollte dies nachholen. Der Online-Bezahldienst droht sonst mit einer Geldstrafe.

Jochen Dobnik
Mittlerweile existiert kaum ein Online-Shop, der PayPal nicht als Zahlungsmöglichkeit anbietet.
Mittlerweile existiert kaum ein Online-Shop, der PayPal nicht als Zahlungsmöglichkeit anbietet.
Getty Images

Mittlerweile existiert kaum ein Online-Shop, der PayPal nicht als Zahlungsmöglichkeit anbietet. Schließlich ist der Online-Bezahldienst herrlich praktisch: Statt mühselig die Kreditkartennummer einzutippen, lässt sich so mit wenigen Klicks schnell und einfach online einkaufen oder Geld überweisen. Doch nun will PayPal mit "toten" Kunden aufräumen.

Wer die vergangenen zwölf Monate sein Online-Konto nicht mehr benutzt oder kein Geld gesendet hat, muss ab dem 16. Dezember zehn Euro Strafgebühr bezahlen. Die Neuerung betrifft sowohl Käufer als auch Verkäufer, berichtet der britische "Evening Standard". Inaktive Nutzer erhalten mehrmals – 60, 30 und sieben Tage vor Ablauf der Frist – eine Nachricht. Danach wird die Pönale einmal jährlich einfach abgebucht.

Laut Online-Bezahldienst wird aber nur das bereits vorhandene Guthaben der Nutzer belastet. Heißt also: Wer kein Guthaben auf seinem PayPal-Konto hat, muss auch keine Strafe zahlen. Wer hingegen etwas weniger als zehn Euro auf seinem Konto hat, dem wird der verbliebene Betrag eingezogen. Wer also die Strafgebühr umgehen will, sollte sich zumindest einmal pro Jahr in seinen Account einloggen.

Privatkunden in Österreich ausgenommen

In Österreich gilt die Strafgebühr vorerst nur für Händler. "Privatkonten, die in Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Ungarn oder Polen registriert sind, sind von der Erhebung der Inaktivitätsgebühr für 2022 ausgenommen", heißt es auf der Webseite.

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