Eklat in Kärnten

"Peinlich!" Politikerin wollte Rednerin vom Pult zerren

Tumulte bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer Kärnten: Ein Streit am Rednerpult eskalierte vor laufender Kamera.
Österreich Heute
21.05.2026, 15:52
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Ein Vorfall bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer Kärnten sorgt jetzt für heftigen Wirbel. Vor laufender Kamera versuchte Birgit Zemasch von den Freiheitlichen Arbeitnehmern, die Kammerrätin Roswitha Tomic vom Rednerpult zu ziehen, das berichtet der ORF.

Redezeit als Auslöser?

Auslöser war eine Rede von Tomic von der Allgemeinen Liste Gesundheitspersonal. Die Kammerrätin überschritt ihre Redezeit deutlich. Der Vorsitzende der Vollversammlung, Gerald Loidl von der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter, machte sie mehrmals darauf aufmerksam. Tomic sprach trotzdem weiter.

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Mehrere Versuche

Daraufhin ging Zemasch nach vorne, packte Tomic mehrmals am rechten Arm und versuchte, sie vom Pult wegzuziehen. Auch Unterlagen wollte sie an sich nehmen. Tomic weigerte sich jedoch, ihren Platz zu verlassen.

Erst nach mehreren erfolglosen Versuchen setzte sich Zemasch wieder. Tomic sprach danach noch etwa eineinhalb Minuten weiter.

Für Roswitha Tomic war der Vorfall belastend. "Solche Situationen lösen in mir nicht nur emotionale Betroffenheit aus, sondern rühren auch auf frühere Erfahrungen von Ohnmacht und Ausgrenzung", sagte sie im Interview mit dem ORF. Sie fühle sich von der Arbeiterkammer Kärnten laufend diskriminiert und ausgeschlossen.

"Schon echt peinlich"

Birgit Zemasch schilderte den Vorfall anders. Die Zusammenarbeit mit Tomic sei seit längerer Zeit schwierig. "Ich war echt emotionalisiert und bin aufgestanden und habe gedacht, ich muss ihr jetzt einen Gefallen machen und schauen, dass sie da von der Bühne runterkommt, weil das ist echt schon peinlich gewesen."

Auch der Vorsitzende Gerald Loidl äußerte sich zu dem Eklat. Er habe beide Seiten mehrmals aufgefordert, sich an die Geschäftsordnung zu halten. "Das kann ich Ihnen schon sagen, das ist nicht der übliche Stil einer Arbeitervollversammlung."

Loidl kündigte Gespräche mit beiden Parteien an. "So etwas solle nie mehr vorkommen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.05.2026, 16:02, 21.05.2026, 15:52
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