Die Heimreise aus dem Urlaub wurde für eine Familie zum Albtraum. Eine Mutter und ihre beiden Kinder mussten laut Klage stundenlang in einem nicht klimatisierten Flugzeug ausharren, das berichtet die Kleine Zeitung. Am Schluss mussten sie sogar die Nacht am Flughafen verbringen. Jetzt beschäftigt der Fall das Bezirksgericht Klagenfurt.
Konkret geht es um einen Flug von Palma de Mallorca nach Klagenfurt. Laut Gericht war der Flug zunächst verspätet und wurde später komplett annulliert. Ein Ersatzflug sei der Familie nicht angeboten worden.
Besonders belastend: Die Passagiere sollen laut Klage insgesamt sechs Stunden lang in einem völlig überhitzten Flugzeug festgesessen sein.
Die Mutter und ihre Kinder mussten daraufhin die Nacht am Flughafen in Palma verbringen und den Rückflug am nächsten Tag selbst organisieren.
Nun fordert die Familie laut Kleine Zeitung knapp 2.000 Euro Entschädigung. Dabei geht es unter anderem um Ausgleichszahlungen nach der Fluggastrechteverordnung sowie um Kosten für Zugtickets und die Weiterreise nach Österreich.
Ob und in welcher Höhe tatsächlich Geld zugesprochen wird, muss das Bezirksgericht Klagenfurt jetzt entscheiden. Dort laufen derzeit mehrere Verfahren wegen verspäteter oder ausgefallener Flüge.
Der Fall erinnert an die chaotischen Zustände im Sommer 2024. Damals sorgten ein Triebwerksausfall und weltweite IT-Probleme an vielen Flughäfen für massive Verzögerungen.
Mehrere Kärntner berichteten damals, stundenlang in überhitzten Flugzeugen festgesessen zu sein, bevor ihre Flüge gestrichen wurden.