Die prangert die Wohnungssituation in der Kärntner Landeshauptstadt an. Obwohl "Klagenfurt Wohnen" für das Jahr 2025 einen Bilanzgewinn von 2,1 Millionen verbuchte, sehen die Freiheitlichen keinen Grund zum Jubeln, berichtet die "Kleine Zeitung".
Laut dem Klubobmann der blauen Klagenfurter, Andreas Skorianz, seien die Zustände mehrerer Wohnungen nicht hinnehmbar. Er selbst habe sich im Stadtteil Fischl ein Bild von der Lage gemacht und erhebt nun schwere Vorwürfe.
Demnach seien einige Wohnungen von Schimmel befallen, in anderen können die Badewannen aufgrund von Rost nicht verwendet werden, so die Kritik des Freiheitlichen. Des Weiteren würden gerade ältere Mieter darunter leiden, dass ihre Wohnungen nicht barrierefrei wären.
Auch bei der Leistbarkeit des Wohnraums hinke man in Klagenfurt hinterher. Im Gemeinderat sei beschlossen worden, dass die Mietpreiserhöhungen in städtischen Wohnungen für die nächsten zwölf Monate ausgesetzt werden sollen, dies sei bis heute nicht passiert, klagt FPÖ-Stadträtin Sandra Wassermann.
Auch FPÖ-Stadtparteiobmann Gernot Darmann sparte nicht mit Kritik. Ihm sei vor allem der aktuelle Vergabeprozess von Gemeindewohnungen ein Dorn im Auge. Ihm zufolge würden "Asylanten" gleich eine Wohnung bekommen, während Österreicher warten müssten.
Dann bringt Darmann noch den Fall um eine 90-jährige Frau ins Spiel. Der Freiheitliche berichtet, dass die gebürtige Klagenfurterin einen Deutschnachweis hätte vorlegen müssen, um eine Gemeindewohnung zu erhalten. Dies könne nicht sein, so der Blaue.
Der zuständige Wohnungsreferent Patrick Jonke (FSP) zeigt sich laut der "Kleinen" über die freiheitliche Kritik verwundert. Ihm zufolge hätte gerade Skorianz ihm vergangene Woche noch gesagt, wie gut "Klagenfurt Wohnen" dastehen würde. Jonke betont, dass noch nie so viel umgesetzt wurde, wie jetzt. Auch bezüglich der Mietpreisbremse befinde man sich in der Umsetzung.
Zu dem Fall der 90-jährigen Pensionistin erklärt Jonke, dass der Nachweis über Deutschkenntnisse bei Österreichern über ein Telefonat stattfindet. Ein schriftliches Dokument müsste demnach niemand vorlegen.