Rund um die dänische Stadt Kolding herrscht seit Monaten Chaos auf der Autobahn E45/E20. Seit Anfang März wird ein sieben Kilometer langer Abschnitt um eine zusätzliche Spur pro Richtung erweitert. Das Ziel: besserer Verkehrsfluss in der Zukunft. Aktuell aber prägen lange Wartezeiten den Alltag vieler Pendler.
Das Zimmereiunternehmen LB Byg hat deswegen seine Arbeitszeiten komplett umgestellt. Ein Teil der Belegschaft beginnt bereits um vier Uhr morgens statt erst um sechs Uhr. Doch selbst das hilft oft nicht.
Wie chip.de unter Berufung auf den dänischen Rundfunksender DR berichtet, ist die Lage für viele Betriebe mittlerweile kaum noch tragbar. "Es ist ja eine Frage des Geldes und der Frage, ob die Mitarbeitenden weiterhin für mich arbeiten wollen. Es ist ja jeden einzelnen Tag die Hölle für sie", sagt Firmenchef Lennart Bruhn.
"Es passieren ja ständig Verkehrsunfälle, deshalb stehen sie trotzdem häufig im Stau, obwohl sie so früh losfahren", erklärt der Unternehmer weiter. Die dänische Straßenverwaltung verweist auf laufende Maßnahmen zur Entlastung: zusätzliche Fahrspuren, neue Beschilderungen und Änderungen an den Einfädelungen sollen helfen.
Das Ende der Baustellenhölle ist allerdings nicht in Sicht. Komplett fertig wird der Ausbau erst Ende 2027. Die letzten Arbeiten sollen sogar erst im Sommer 2028 folgen.