In einem Mehrparteienhaus in Villach (Kärnten) hatten sich Einbrecher offenbar bereits eingenistet. Sie plünderten mehrere Kellerabteile und nutzten den Keller sogar als Schlafplatz. Doch eine Pensionistin machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Juliane W. (69) reagierte ungewöhnlich – und ziemlich einfallsreich. Nachdem ihr selbst Sachen gestohlen wurden, legte sie Styropor vor die Kellertür. Ihre Logik: Wenn es weg ist, sind die Täter zurück. Ein simpler Trick, der fast schon nach Krimi klingt – berichtet die "Kleine Zeitung".
Als es Dienstagabend plötzlich laut krachte, war klar: Die Einbrecher sind wieder da. Offenbar wollten sie zurück zu ihrem improvisierten Schlafplatz im Keller – allerdings mit weniger Feingefühl als beim ersten Mal.
Gemeinsam mit einer Nachbarin stellte sich die Pensionistin den Verdächtigen entgegen. Der Plan: zusperren und auf die Polizei warten. Doch daraus wurde nichts – einer der Einbrecher stand plötzlich direkt vor ihr.
Statt Reißaus zu nehmen, blieb die 69-Jährige standhaft. "Was wollt ihr hier?", fragte sie. Die Antwort der Verdächtigen: Sie würden "nur schlafen". Eine eher schräge Ausrede, wenn man gerade fremde Keller durchstöbert.
Beim Versuch, sie einzusperren, zeigte sich dann das nächste Malheur: Der Mann stellte einfach seinen Fuß in die Tür. Der große Einbruchsplan – gestoppt von einer Tür und einem Fuß.
Doch die Frau und ihre Nachbarin dachten nicht ans Aufgeben. Sie positionierten sich kurzerhand vor der Haustür und blockierten den Ausgang. Die Einbrecher standen damit plötzlich vor einem unerwarteten Problem: Der Fluchtweg war versperrt – von zwei entschlossenen Frauen.
Nur wenige Minuten später traf die Polizei ein und nahm die beiden Verdächtigen fest. Sie wurden ins Polizeianhaltezentrum Villach gebracht. Die Polizei spricht von "erfolgreicher Zivilcourage" – für die Einbrecher bleibt ein bitteres Fazit: Erst im Keller schlafen, dann an der Haustür hängen bleiben.