Wenn Mitarbeiter in Pension gehen, kommt künftig kein neuer Kollege mehr – sondern in vielen Fällen die "künstliche Intelligenz" (KI). In der Kärntner Landesverwaltung ist KI seit rund einem Jahr im Einsatz und soll einen Teil jener Arbeit übernehmen, die bisher von Menschen erledigt wurde. Der Hintergrund: In den nächsten fünf Jahren fallen rund 300 Posten weg, vor allem durch Pensionierungen.
Schon jetzt unterstützt die landesinterne KI Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Vergleichen, Zusammenfassen und Analysieren von Dokumenten. Haupttool derzeit sei in der Landesverwaltung das KärntenGPT, ein lokales Sprachmodell, mit dem aktuell im Schnitt 1000 Mitarbeitende arbeiten.
Der Einsatz im Arbeitsalltag sei sehr individuell und reiche von Textbeantwortungen über Text- und Dokumentanalyse bis hin zur Zusammenfassung von umfangreichen Dokumenten. "Derzeit ist der "Raus aus Öl"-KI-Agent die erste Förderlösung, die zum Einsatz kommt. Weitere sind in Planung, aber noch nicht umgesetzt", heißt es seitens des Landespressedienstes gegenüber "Heute". Die KI kontrolliert die Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit – die finale Entscheidung trifft weiterhin ein Sachbearbeiter, heißt es.
Weil viele Bedienstete in den kommenden Jahren in Pension gehen, muss die Landesverwaltung mit deutlich weniger Personal auskommen. "Automatisierung und KI-Unterstützung sollen MitarbeiterInnen in ihren Tätigkeiten proaktiv unterstützen, z.B. bei steigender Anzahl von Förderfällen und sonstigen Überprüfungstätigkeiten. Dies auch, um sie mit weniger Personal zu bewältigen", heißt es vom Land Kärnten zu "Heute".