Pepe Imaz: So verrückt ist Djokovics Esoterik-Guru

Gerade einmal fünf Monate nach der Trennung von Boris Becker setzte Novak Djokovic sein gesamtes Betreuerteam vor die Tür. Doch Guru Pepe Imaz bleibt.
Die ungewöhnlichen Methoden des spanischen Mentaltrainers sollen bereits zum Bruch des ehemaligen Weltranglisten-Ersten mit Boris Becker geführt haben. Am Freitag setzte der Serbe sein Langzeit-Betreuerteam, dem auch der Österreicher Gebhard Gritsch angehörte, vor die Tür. Imaz bleibt.

Der 42-Jährige war selbst einmal Tennis-Profi, kam jedoch über die Weltranglisten-Position 146 nicht hinaus, leitet inzwischen eine Tennis-Akademie im spanischen Marbella. Dort setzt Imaz jedoch vermehrt auf spirituelle Kräfte als auf Training. "Er ist kein Guru. Er ist ein Mentaltrainer", hatte der "Djoker" seinen Betreuer nach der Trennung von Boris Becker verteidigt.

Imaz bezeichnet sich als "göttliches Wesen aus Licht und Liebe". Vor über 20 Jahren beendete der Spanier seine aktive Tennis-Karriere, da er an Bulimie litt. Ein Nahtod-Erlebnis brachte ihn dann nach eigenen Angaben auf den "Pfad von Liebe und Frieden". Unter diesem Motto leitet er auch sein Trainingszentrum.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Der "Knuddel-Guru"

Imaz? Methoden sind höchst umstritten. Djokovic halfen sie 2016 aus einer tiefen Krise heraus. Bei seinen Sitzungen kuschelt der Spanier stets mit zwei Stoffbären. Dies brachte ihm den Spitznamen "Knuddel-Guru" ein.



Novak Djokovic nimmt an einer Sitzung des Gurus teil (YouTube)

"Unsere absolute Priorität ist das Wohlergehen des Menschen, seine Gefühle und Emotionen", werden Imaz? Methoden auf seiner Homepage erläutert.

Bei vielen Profis sei "traurigerweise" die Liebe zum Spiel verloren gegangen. "Sie wird ersetzt durch Angst. Angst vor Niederlagen und Erwartungen sowie vielen anderen dunklen Emotionen. Unser Hauptziel ist es, das Gefühl der Liebe zum Tennis zurückzugewinnen - vor allem aber die Liebe zu dir selbst." Als Training verordnet der Spanier Umarmungen.

2016 halfen Djokovic die umstrittenen Methoden aus der Krise heraus. Im laufenden Jahr blieben erneut die Ergebnisse aus. Das führte zum Trainerwechsel. Doch an den Methoden des Gurus rüttelt der "Djoker" nicht.

(Heute Sport)

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