Im Mittelalter fielen der Pest in Europa Millionen Menschen zum Opfer. Doch schon lange vorher gab es tödliche Ausbrüche, wie eine neue Studie zeigt.
Ein Forscherteam um Eske Willerslev von der Universität Kopenhagen hat im Südosten von Sibirien den bislang frühesten Nachweis für einen tödlichen Pest-Ausbruch gefunden.
Wie spiegel.de berichtet, ist der älteste der nun gefundenen 34 Nachweise rund 5500 Jahre alt. Die Studie wurde im Fachmagazin Nature veröffentlicht.
Dabei starben besonders viele Kinder an der Seuche. Die Genetiker fanden in den Toten aus Sibirien Anzeichen für schwere Infektionen.
Die Entdeckung zeigt, dass die Pest schon in der Steinzeit eine tödliche Bedrohung für die Menschen darstellte - Jahrtausende vor den großen Seuchenzügen des Mittelalters.