"Unangemessenes" Verhalten

Aktivisten stürmen Laufsteg – Mode-Boss greift ein

Bei einer Show in New York stürmten Peta-Aktivisten auf den Laufsteg. CFDA-Chef Steven Kolb hielt zwei davon fest und entschuldigte sich später.
14.09.2026, 15:21
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Am vergangenen Sonntag kam es bei der New York Fashion Week zu einem Eklat: Peta-Aktivisten unterbrachen die Präsentation der Frühling/Sommer-Kollektion 2027 der Modemarke COS, einer Marke der H&M Group. Dabei hielten sie Schilder mit der Aufschrift "Sheep beaten and bloodied for wool" (sinngemäß: "Schafe für Wolle geschlagen und blutverschmiert") hoch und forderten ein Ende der Verwendung von Wolle in der Mode.

Mode-Chef greift persönlich ein

Während Sicherheitsleute mehrere Protestierende hinausführten, griff Steven Kolb, Präsident und CEO des Council of Fashion Designers of America (CFDA), bei zwei Aktivisten selbst ein. Er hielt einem Aktivisten am Mund zu, um eine andere Aktivistin schlang er seine Beine und drückte sie zu Boden. Kurz nach dem Vorfall entschuldigte sich Kolb für sein Verhalten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In einer Instagram-Story schrieb Kolb: "Ich habe heute Morgen bei einer Show unangemessen reagiert. Das stand mir nicht zu. Ich hätte die Situation dem Sicherheitsteam überlassen sollen." Für Aufsehen sorgte, dass Instagram die Story mit einem Hinweis auf 'AI-Inhalt' versah. Warum dieser Hinweis erschien, ist unklar.

Kritik an Kolb und Reaktionen im Netz

Peta bezeichnete Kolbs Vorgehen als Angriff. Ein Aktivist berichtete der "New York Post", seine Kollegin habe sich während des Gerangels fast erstickt gefühlt und sei danach medizinisch behandelt worden. Die Protestierenden gingen anschließend zur Polizei und erwägen rechtliche Schritte.

Die Reaktionen zu dem Ereignis sind im Internet gespalten. Einige Nutzer verteidigen Kolb und argumentieren, er habe nicht übermäßig Gewalt angewendet und die Aktivisten hätten die Show gestört. Andere wiederum finden, nur die Security hätte eingreifen dürfen, und eine Entschuldigung mache das Handeln nicht rückgängig. Branchenbeobachter wie "Diet Prada" kritisierten Kolbs Eingreifen sogar als verstörend.

Peta-Kampagne gegen Wolle

Hinter dem Protest steht eine Kampagne gegen die H&M Group. Peta wirft Wollfarmen, die mit dem Konzern in Verbindung stehen, Misshandlung von Schafen vor. COS hat sich bisher nicht zum Vorfall geäußert und verweist bei der Beschaffung auf zertifizierte Wollstandards. Brisant ist das Thema auch deshalb, weil der CFDA seit dieser Saison Echtpelz bei der Fashion Week verbietet, Wolle jedoch nicht unter diese Regel fällt.

red,kiky,Akt. 14.09.2026, 15:25, 14.09.2026, 15:21