Pre-loved-Premiere

H&M bringt neues Second-Hand-Konzept erstmals nach Wien

Der Modekonzern H&M erweitert sein Angebot in Österreich: Auf der Mariahilfer Straße startet der erste "Pre-loved"-Bereich des Landes.
Christine Scharfetter
13.04.2026, 16:02
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Getragen, geliebt und jetzt bereit, einen anderen Menschen glücklich zu machen: Der internationale Modehändler H&M bringt sein erfolgreiches Second-Hand-Konzept erstmals nach Österreich. Im Store auf der Mariahilfer Straße 47 in Wien steht Kundinnen und Kunden ab 17. April ein eigener "Pre-loved"-Bereich zur Verfügung. Dort wird eine kuratierte Auswahl hochwertiger, gebrauchter Kleidungsstücke verschiedener Marken angeboten – direkt neben den neuen Kollektionen.

Mit dem Schritt will das Unternehmen Second-Hand-Mode stärker in den klassischen Einzelhandel integrieren und so den Zugang zu nachhaltiger Mode erleichtern.

Nachhaltigkeitsstrategie

Das Konzept ist nicht neu: Bereits seit 2021 bietet H&M mit "Pre-loved" in ausgewählten Stores sowie online die Möglichkeit, Second-Hand-Mode zu entdecken. Ziel ist es, die Lebensdauer von Kleidung zu verlängern und Ressourcen zu schonen, indem weniger neue Ware produziert werden muss. Dabei werden von Vintage-Stücken ohne Label bis hin zu hochwertigen und bekannten Denim- oder Accessoire-Labels auch Marken außerhalb der H&M Group geboten.

"So wird Second-Hand zu einem selbstverständlichen Teil des Modeerlebnisses und wir tragen gleichzeitig dazu bei, die Lebensdauer bestehender Produkte zu verlängern und Ressourcen zu schonen", sagt Theresa Georgi, Public Affairs & Sustainability Manager H&M RCEU. Kundinnen und Kunden könnten so bewusstere Kaufentscheidungen treffen, ohne auf Vielfalt oder Stil verzichten zu müssen.

Wien als logischer Standort

Mit dem Start in Wien will H&M vor allem eines erreichen: Second-Hand alltagstauglich machen. Indem gebrauchte Stücke direkt im Geschäft neben Neuware hängen, soll die Hemmschwelle sinken – und nachhaltiger Konsum zur Normalität werden. "Wien hat eine lange Tradition im Bereich Second-Hand- und Vintage-Mode, eingebettet in eine Kultur, die Kreativität und Individualität feiert", so Sofia Måhlen, H&M Circular Business Models Lead. Flohmärkte, spezialisierte Boutiquen und eine lebendige Kreativszene prägen das Bild.

„Wien hat eine lange Tradition im Bereich Second-Hand- und Vintage-Mode.“

H&M sieht darin einen fruchtbaren Boden für das Konzept: Die Kombination aus etabliertem Filialnetz und wachsendem Interesse an nachhaltigem Konsum könnte neue Zielgruppen erschließen.

Von Vintage-Stücken ohne Label bis hin zu hochwertigen und bekannten Denim- oder Accessoire-Labels: Die Pre-loved-Ecke (hier in Stockholm) bietet eine kuratierte Auswahl an Second-Hand-Mode verschiedener Marken auch abseits der H&M Group.
H&M

International bereits etabliert

International ist "Pre-loved" längst Teil des Geschäftsmodells. In Städten wie Paris, Berlin, Madrid oder Los Angeles wurde das Angebot bereits erfolgreich eingeführt. Insgesamt ist das Konzept derzeit in elf Ländern auch stationär verfügbar.

Ergänzend dazu setzt H&M auf digitale Lösungen: Über die Plattform Sellpy, an der der Konzern mehrheitlich beteiligt ist, können Kund*innen Second-Hand-Mode in zahlreichen Märkten online kaufen und verkaufen.

{title && {title} } kiky, {title && {title} } 13.04.2026, 16:02
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