Im Netz trenden Leinsamen enorm: Ob als Topping im Smoothie, als schleimige Haarmasken oder pur mit Wasser – sie gelten als wahre Alleskönner. Das steckt hinter dem Hype.
Obwohl gesunde Rezepte und Diät-Tipps keine Neuheit sind, gehen solche TikTok-Clips und Instagram-Beiträge schnell viral: Influencerin Kalinka zaubert sich nicht nur mit Leinsamen, sondern auch Flohsamenschalen und Chiasamen ihren gesunden Frühstücksjoghurt zusammen.
Tatsächlich sind Leinsamen gesund: Sie sind reich an Ballaststoffen und Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B1 und Magnesium.
Zudem können jene dabei helfen, Gewicht zu verlieren: Eine Sammelstudie aus 2017 zeigt, dass der Verzehr von Leinsamen lange satt hält und Heißhungerattacken hemmt. Forscher aus Mexiko stellten auch fest, dass die Ballaststoffe und Lignane (= Pflanzenstoffe) in den Leinsamen helfen, den Insulinspiegel zu regulieren. Bleibt der Blutzuckerspiegel stabil, können Heißhungerattacken besser unter Kontrolle gehalten werden.
Für diejenigen, die mit trockener Haut zu kämpfen haben, könnten von Leinsamen profitieren: Omega-3-Fettsäuren und Linolsäuren versorgen die Haut mit mehr Feuchtigkeit und lassen Schwellungen, sowie Rötungen im Gesicht verschwinden.
Der Verzehr von Leinsamen könnte auch das Haarwachstum ankurbeln – das legen Tierstudien zumindest nahe: Die Fettsäuren könnten die Durchblutung der Kopfhaut besser regulieren und die Haarwurzeln mit essenziellen Nährstoffen versorgen. Gleichzeitig wirken die Antioxidantien schützend gegen freie Radikale, die das Haarwachstum verlangsamen könnten.
In den Kommentaren unter Kalinkas Video warnen aber manche Nutzer vor dem Leinsamen-Verzehr – das auch mit vernünftigem Grund: Wer kaum Wasser dabei trinkt, aber viel von den Samen isst, muss sich mit Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall plagen. Mehr als zwei Esslöffel Leinsamen am Tag sollte man deshalb nicht essen. Wer zu viel von den Samen verzehrt, könnte auch seinen Hormonhaushalt aus der Bahn werfen.