Alexander Peya und Bruno Soares haben beim Tennis-ATP-Turnier-Finale in London den Halbfinal-Einzug verpasst. Die österreichisch-brasilianische Paarung musste sich den topgesetzten US-amerikanischen Zwillingen Bob und Mike Bryan 6:7(3),6:7(2) geschlagen geben. Die Bryans schafften damit neben den makellosen Gruppe-B-Siegern Lukasz Kubot/Robert Lindstedt die Qualifikation für die Vorschlussrunde.
Peya/Soares, im Vorjahr in der O2-Arena noch im Halbfinale, starteten mit einem Break zum 2:0 gut in die Partie, mussten allerdings bei Aufschlag von Soares gleich das Rebreak hinnehmen. Da es keinen weiteren Aufschlag-Verlust gab, ging es ins Tiebreak, in dem die Nummer-Drei-Paarung zu viele Fehler, darunter gleich zwei Doppelfehler, machte und mit 3:7 unterlag. Im zweiten Satz gab es keinen einzigen Breakball, die Entscheidung im Tiebreak fiel diesmal noch klarer zugunsten der Favoriten aus.
"Die zwei Tiebreaks waren der Unterschied. Wir haben unsere Aufschlagsspiele eigentlich alle solide gespielt, aber uns zu wenig Chancen erarbeitet. Es hilft nichts, dass wir besser gespielt haben als im letzten Gruppenspiel", resümierte Peya. "Die Enttäuschung ist groß. 6:7,6:7 gegen die Bryans zu verlieren, ist keine Schande, aber es nervt", brachte der 34-Jährige die Situation auf den Punkt.
Djokovic locker im Halbfinale
Novak Djokovic hat bei den ATP-Finals auch sein drittes Gruppenspiel gewonnen und mit dem mühelosen Einzug ins Halbfinale Platz eins in der Weltrangliste verteidigt. Der Serbe setzte sich am Freitag in London gegen den Tschechen Tomas Berdych in 69 Minuten 6:2,6:2 durch. Im Halbfinale trifft Djokovic, der mittlerweile 30 Indoor-Spiele in Serie gewonnen hat, auf den Japaner Kei Nishikori.
Wawrinka Letzter im Semifinale
Stan Wawrinka hat als letzter Akteur den Einzug ins Halbfinale geschafft. Der Schweizer setzte sich am Freitagabend mit 6:3,4:6,6:3 gegen den Kroaten Marin Cilic durch und trifft als Zweiter der Gruppe A auf seinen Landsmann Roger Federer. Wawrinka steht damit wie schon bei seiner Masters-Premiere vor einem Jahr in der Vorschlussrunde.