Kommende Woche trifft sich die Musikszene beim European Song Contest (ESC) in Wien. Schon diese Woche ist die Bundeshauptstadt Treffpunkt der internationalen Finanzszene – genauer gesagt des Pfandwesens. Von 6. bis 9. Mai findet im Dorotheum die 41. Generalversammlung der Organisation "PIGNUS" statt. Luca Tinzl, geschäftsführender Gesellschafter Dorotheum und Präsident von "PIGNUS", empfängt Teilnehmer aus 22 Ländern und vier Kontinenten.
Das Pfandgeschäft hat eine lange Tradition und reicht bis ins Mittelalter zurück. Bis heute funktioniert es nach einem einfachen Prinzip: Wertgegenstände werden hinterlegt, dafür gibt es kurzfristig Geld – ohne Verkauf und ohne persönliche Haftung.
Weltweit betreuen die Mitgliedsinstitute rund 50 Millionen Kunden. Das jährliche Pfandvolumen liegt bei über 20 Milliarden US-Dollar. Besonders bemerkenswert: In rund 90 Prozent der Fälle werden die hinterlegten Gegenstände wieder ausgelöst.
Im Zentrum des Treffens steht der internationale Austausch. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen und die Rolle des Pfandwesens als sozial orientiertes Finanzinstrument zu stärken.
Die Organisation "PIGNUS" wurde 1957 gegründet und vereint heute 47 Institute. Trotz unterschiedlicher Hintergründe verbindet sie ein gemeinsames Ziel: verantwortungsvolle und transparente Finanzdienstleistungen.