Die Preise an der Zapfsäule steigen schon wieder, das spürt man im Alltag deutlich. Aktuell kostet im Durchschnitt aller Tankstellen Österreichs ein Liter Diesel 1,999 Euro, Super kommt auf 1,839 Euro.
Die Auswirkungen sind deutlich sichtbar. Laut einer Studie von AutoScout24 nutzen rund vier von zehn Autofahrern ihr Fahrzeug deutlich seltener als noch vor einiger Zeit (534 Interviews mit Autobesitzern). Konkret sind es 39 Prozent, die ihr Verhalten bereits angepasst haben. Männer schrauben ihre Fahrten dabei etwas stärker zurück als Frauen.
Zusätzlich verzichten 30 Prozent bewusst auf unnötige Wege. Erledigungen werden gebündelt, Fahrten besser geplant. Der Grund ist klar: Jeder Liter zählt.
Auch Alternativen werden für manche attraktiver. 16 Prozent steigen zumindest teilweise auf Öffis, Fahrrad oder andere Angebote um. Im Alltag zeigt sich außerdem: 5 Prozent arbeiten öfter im Homeoffice, 4 Prozent fahren vermehrt in Fahrgemeinschaften.
Trotzdem bleibt das Auto für viele unverzichtbar. 61 Prozent nutzen ihren Wagen weiterhin genauso häufig wie bisher - trotz der höheren Kosten.
Spannend ist der Blick in die Zukunft: Fast die Hälfte der Befragten hat sich noch gar keine Gedanken über ihr Mobilitätsverhalten gemacht. Weitere 37 Prozent denken zwar darüber nach, planen aber keine konkreten Änderungen.
Nur 16 Prozent überlegen aktiv umzusteigen. Ein kleiner Teil denkt dabei an ein Elektroauto oder Hybrid, andere ziehen sogar einen kompletten Verzicht auf das Auto in Betracht.
"Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass steigende Spritpreise das Verhalten vieler Menschen beeinflussen – allerdings derzeit eher punktuell als grundlegend, wie die Umfrageergebnisse belegen", sagt Nikolaus Menches von AutoScout24 in Österreich.