Ärger in Deutschland

Tankrabatt verpufft! Spritpreise steigen schon

Eigentlich sollte der Tankrabatt die Autofahrer entlasten. Doch nur wenige Tage nach Einführung steigen die Benzinpreise in Deutschland wieder.
Newsdesk Heute
04.05.2026, 17:32
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Die Enttäuschung an den deutschen Zapfsäulen ist groß. Obwohl seit dem 1. Mai der Tankrabatt gilt und die Energiesteuer um 16,7 Cent pro Liter gesenkt wurde, klettern die Spritpreise bereits wieder nach oben.

Am ersten Tag des Rabatts sah es noch gut aus: Super E10 fiel von 2,126 auf 1,989 Euro pro Liter, Diesel von 2,215 auf 2,079 Euro. Doch schon am Sonntag waren die Preise wieder gestiegen – E10 auf 2,017 Euro, Diesel auf 2,104 Euro.

Wie NTV berichtet, kritisiert der ADAC scharf: Die Energiesteuersenkung werde "noch immer nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben". Auch Verbraucherschützer warnen vor einem "Konzernrabatt" statt einer echten Entlastung.

Kartellamt nimmt Konzerne ins Visier

Bundeskartellamt-Chef Andreas Mundt macht den Mineralölkonzernen klare Ansagen: "Die Mineralölkonzerne sind allenfalls Treuhänder dieser Entlastung, sie ist nicht für sie bestimmt. Sie muss bei den Kunden ankommen."

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Die Mineralölwirtschaft weist die Vorwürfe zurück. Der Branchenverband Fuels und Energie behauptet, dass gestiegene Weltmarktpreise für die Preisentwicklung verantwortlich seien. "Der Tankrabatt wirkt und schützt die Kunden vor noch höheren Preisen", so der Verband.

April war Rekord-Tankmonat

Eine zusätzliche, bittere Nachricht: Der April 2026 war der teuerste Tankmonat aller Zeiten in Deutschland. Super E10 kostete im Schnitt 2,11 Euro pro Liter, Diesel sogar 2,27 Euro.

Autofahrern empfiehlt der ADAC, vor dem Tanken Apps zu nutzen und Preise zu vergleichen. Die sogenannte 12-Uhr-Regel sorgt dafür, dass die Preise mittags oft um mehr als 10 Cent nach oben springen – wer vormittags oder am späten Nachmittag tankt, kann sparen.

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