Eine Riesenladung mit mehr als 75.000 Eiern aus der Ukraine stoppte vor kurzem das Wiener Marktamt. Im Rahmen einer nächtlichen Lkw-Schwerpunktkontrolle wurden die Eier ohne Stempelung und Angaben zur Haltungsform entdeckt.
"Eier ohne Stempelung und ohne Angaben der Haltungsform wollen wir bei uns nicht haben. Die Eier wurden wieder mitgenommen, aber nach Wien kommt uns sowas nicht. Der Schutz vor Täuschung gerade im Lebensmittelbereich ist uns wichtig", schreibt das Marktamt in einem Facebook-Posting dazu.
Lebensmittel-Anlieferungen in der Stadt erfolgen oft in der Nacht. Um möglichst nur sichere Lebensmittel nach Wien zu lassen, werden daher laufend Kontrollen vom Marktamt durchgeführt. In einer Nacht werden etwa 120 Lkw angehalten und komplett durchleuchtet. Die Ware und die Angaben dazu werden genau überprüft.
Marktamtsdirektor Andreas Kutheil dazu: "Das Marktamt führt im Jahr rund 125.000 Kontrollen durch. Dies ist der Beitrag, um den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandard im Lebensmittelbereich und im KonsumentInnenschutz zu erhalten. Natürlich werden wir auch in der Zukunft diese Kontrollen verstärkt durchführen."
Im Fokus steht dabei der Großmarkt in Wien-Inzersdorf – rund 70 % des Gesamtumschlags in Ost-Österreich werden hier auf etwa 30 Hektar Fläche abgewickelt. Neben dem Lebensmittelhandel zählen auch Gastronomie und Hotellerie zur Kundschaft. Das Kerngeschäft ist vor allem der Handel mit Obst und Gemüse, aber auch Blumen sind erhältlich.