Der 33-Jährige nutzte über Monate hinweg Leergut, das Kunden im Supermarkt abgegeben hatten. Er ließ als Supermarkt-Mitarbeiter die Flaschen erneut durch den Pfandautomaten laufen und löste die so erzeugten Bons an Selbstbedienungskassen ein.
Auf diese Weise soll der zweifache Vater rund 10.000 Flaschen ein zweites Mal zu Geld gemacht haben. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf etwa 3.500 Euro.
Der Fall flog auf, der Mann gestand schließlich alles vor Gericht. Er habe aus einer finanziellen Notlage heraus gehandelt, die durch gesundheitliche Probleme seiner Mutter verschärft worden sei.
Auf Vorschlag der Verteidigung kam eine sogenannte Diversion in Betracht. Dabei kann das Strafverfahren gegen Auflagen eingestellt werden. Staatsanwaltschaft und Gericht stimmten zu.
Der 33-Jährige muss nun 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Erfüllt er diese Auflage, wird das Verfahren ohne Verurteilung beendet. Den Schaden hat der Angeklagte bereits vollständig ersetzt.