Ein 33-jähriger ehemaliger Mitarbeiter einer Supermarktkette in Österreich muss sich vor Gericht verantworten. Der Mann hat über Monate hinweg unrechtmäßig Pfandguthaben kassiert.
Sein Trick: Er nutzte Leergut, das Kunden im Markt abgegeben hatten, ließ die Flaschen erneut über den Pfandautomaten laufen und löste die so erzeugten Bons an den Selbstbedienungskassen ein.
Wie chip.de unter Berufung auf die Kronen-Zeitung berichtet, beläuft sich der finanzielle Schaden auf etwa 3.500 Euro. Das entspricht einem Volumen von über 10.000 Pfandflaschen. Der Angeklagte hat den Betrag inzwischen vollständig ersetzt.
Die Taten sollen sich zwischen September 2025 und Februar 2026 ereignet haben. Aufgeflogen war der Schwindel, nachdem ein vom Unternehmen eingesetzter Detektiv den Mann beobachtet und den Arbeitgeber informiert hatte.
Vor Gericht erklärte der zweifache Vater, er habe aus einer finanziellen Notlage heraus gehandelt, die durch gesundheitliche Probleme seiner Mutter verschärft worden sei.
Auf Vorschlag der Verteidigung kam eine sogenannte Diversion in Betracht. Dabei kann das Strafverfahren gegen Auflagen eingestellt werden.
Staatsanwaltschaft und Gericht stimmten dem zu und boten dem 33-Jährigen an, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. Nimmt er diese Auflage an und erfüllt sie vollständig, wird das Verfahren ohne Verurteilung beendet.