Verbriefte Manipulation bei der Österreichischen Post: Ein verbeamteter Filialleiter soll zwischen 13. November 2024 und 24. Jänner 2025 an zumindest 22 Tagen das interne Betriebssystem (OPAL) mutwillig manipuliert und sich dadurch Gewinne in die eigene Tasche gepackt haben – das warf ihm jetzt die Bundesdisziplinarbehörde vor.
Der Beamte kassierte offenbar Bargeld von Kunden für Brief- und Paketsendungen, stellte ihnen aber keine Rechnungen aus. Danach stornierte oder "müllisierte" er die Vorgänge im IT-System, soll statt offizieller Briefmarken solche aus der eigenen Sammlung auf die Sendungen geklebt haben.
Auch Rubbellose wurden vom Chef verkauft und später im System gelöscht. Den "Gewinn" soll sich der Beamte einfach einbehalten haben. Überwachungsvideos zeigen, wie der Mann wiederholt Rechnungen im Mistkübel entsorgte, sie später wieder hervorkramte und nachträglich stornierte.
Bei Kassenschluss landeten die Banknoten und Münzen dann im privaten Börserl des Beamten – insgesamt wurden so 255 Euro Schaden verbucht. Dafür bekam der Beamte, der bereits 2010 disziplinarrechtlich verurteilt worden war, nun eine saftige Strafe von drei Monatsgehältern und eine Verwarnung aufgebrummt – insgesamt muss er 17.556 Euro exklusive der Verfahrenskosten (500 Euro) blechen.