"War neugierig"

Polizist sah sich 8 Minuten Nacktfotos von Kollegin an

Ein Polizist knackte im Dienst den Spind einer Kollegin und sichtete ihre erotischen Aufnahmen – er sei "neugierig" und "interessiert" gewesen.
07.01.2026, 15:09
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Ein Fall, der fassungslos macht: Ein österreichischer Polizist hat mit einem Ersatzschlüssel den Spind seiner Kollegin geöffnet, eine Festplatte mit erotischen Bildern entnommen und diese in seinem Dienstbüro angeschaut – ohne Wissen der Betroffenen.

Kollegin lebt in Scheidung

Die Beamtin, die sich gerade in Scheidung befindet, hatte angenommen, ihre privaten Daten seien in ihrem versperrten Spind sicher. Doch ihr Kollege nutzte "aus Neugierde" einen Schlüssel aus der Kommandanten-Kanzlei, stöpselte den Datenträger an den dienstlichen Auswertungsrechner an und durchstöberte acht Minuten lang die sensiblen Inhalte.

Was der Mann nicht bedachte: Der Zugriff wurde automatisch protokolliert. Zwischen 9.32 Uhr und 9.40 Uhr sah sich der Beamte die erotischen Aufnahmen an – danach flog der Nacktfoto-Skandal auf.

"Große Dummheit"

Vor der Bundesdisziplinarbehörde zeigte sich der Polizist geständig. Er habe "eine große Dummheit" begangen und sei "an den Fotos der Beamtin interessiert" gewesen.

Das Urteil fiel eindeutig aus: Verstoß gegen mehrere Vorschriften des Dienstrechts, Missbrauch dienstlicher Ressourcen, Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Die Behörde sprach von "krimineller Energie", die das Vertrauen in die Polizei massiv beschädigt habe.

Die Folge: 10.800 Euro Geldstrafe – und eine unmissverständliche Warnung: Beim nächsten Fehltritt verliert der Polizist seinen Job.

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