Knackige Strafe nach einem Nacktfoto-Skandal bei der österreichischen Polizei: Ein Polizist soll sich im Dienst unerlaubt mit dem Reserveschlüssel aus der Kommandanten-Kanzlei Zugang zum privaten Spind seiner Kollegin verschafft haben. Auf einer Festplatte fand er erotische Bilder der Beamtin, die er sich in seinem Büro anschaute. Die betroffene Polizistin – sie lebt derzeit in Scheidung – hatte gedacht, ihre Daten seien in ihrem Spind sicher. Sie habe zuvor niemanden von der Festplatte erzählt, alles geschah gänzlich ohne ihr Wissen.
Der neugierige Kollege steckte den Datenträger an seinen dienstlichen Auswertungscomputer an und durchstöberte rund acht Minuten lang die Dateien. Obwohl er alles zurückbrachte, wurde der Zugriff automatisch protokolliert – so flog die pikante Polizei-Affäre auf.
Laut Auswertung des Dienst-PCs sah sich der Polizist die pikanten Bilder exakt zwischen 9.32 Uhr und 9.40 Uhr an. Vor der Bundesdisziplinarbehörde gab der beschuldigte Beamte kürzlich sein Vergehen reumütig zu. Er sei "neugierig" und "an den Fotos der Beamtin interessiert" gewesen, er habe mit seiner Tat eine "große Dummheit" begangen.
Das unmissverständliche Urteil: Verstoß gegen mehrere Paragrafen des Beamten-Dienstrechts – vom unerlaubten Zugriff auf dienstliche Ressourcen bis hin zur Missachtung von Persönlichkeitsrechten. Durch seine "kriminelle Energie" habe er das Vertrauen in die Polizei massiv erschüttert und die Menschenwürde seiner Kollegin verletzt. Knallharte Konsequenz: 10.800 Euro Geldstrafe und eine klare Warnung: Bei jedem weiteren Verstoß ist der Beamte seinen Job endgültig los.